Berlusconi und der Weltuntergang (Reprise) und Weihnachtsgrüße

Zwei erfreuliche Dinge von europa- bzw. weltweiter Bedeutung sind kurz vor Weihnachten also doch noch passiert: Erstens hat die Menschheit gestern den 183. prognostizierten Weltuntergang seit Ende des römischen Reiches überlebt – und das nicht nur in Cisternino oder im Itriatal. Und zweitens hat Supersilvio vor ein paar Tagen seine Kandidatur zurückgezogen, denn mit dem Mario spielt er nicht. Der böse Monti tut sich nämlich immer mit den anderen Jungs zusammen und ärgert ihn. Darauf hat der Silvio jetzt einfach keinen Bock mehr.

Der Rückzug der Kandidatur Berlusconis wurde nicht ganz so publikumswirksam gefeiert wie das Weltenende in Cisternino, wo sich am Abend des 20.12. zum groß aufgezogenen „Fest der letzten Nacht der Welt“ 3000 Besucher einfanden, um dem Untergang in recht fröhlicher Stimmung entgegenzusehen. Die Geschäfte und Kirchen hatten die ganze Nacht geöffnet. Musik und Aufführungen unterhielten die Gäste des völlig überlaufenen 12.000-Einwohner-Städtchens. Am gestrigen Tage kamen vermutlich noch wesentlich mehr als die im Voraus geschätzten 5000 Besucher, welche sich in der Stadt und besonders auf dem Weihnachtsmarkt mit Musik, Tanz und Spezialitäten der Region vor dem Untergang verstecken wollten. Letztendlich sah man sich sogar gezwungen, Cisternino kurzerhand zu schließen und niemanden mehr hineinzulassen.

Settimo Catalano, der Präsident der religiösen Vereinigung ist inzwischen dazu übergegangen zu verbreiten, dass sein Meister dergleichen nie gesagt habe, aber immerhin haben die Anhänger des Babaji dafür gesorgt, dass man sich in Cisternino an den 21.12.12 noch für sehr, sehr lange Zeit erinnern wird.

So reiht sich der soeben überlebte Weltuntergang still und leise in die Reihe aller großen Events ein, die heute dazu dienen sollen, den Menschen zum Konsum zu verführen. In diesem Sinne könnte ich jetzt „Frohe Weihnachten“ wünschen. Aber seien wir nicht zynisch! Der Weltuntergang und auch Weihnachten sollten uns nicht nur den Interessen der Wirtschaft folgen, sondern auch darüber nachdenken lassen, was für uns im Leben wichtig ist. Daher an dieser Stelle viele liebe Grüße an meine Familie und alle Freunde in Deutschland und im Rest der Welt! Euch aber auch allen anderen Bloglesern wünsche ich ein schönes und friedliches Weihnachtsfest im Kreise derer, die euch nahestehen!

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4 Gedanken zu „Berlusconi und der Weltuntergang (Reprise) und Weihnachtsgrüße

  1. Frau Hilde

    Armer, armer Silvio. Das is nich nett, dass der böse Herr Monti nich mit ihm spielen will. Nein, nein.

    Man könnte Wetten darauf abschließen, wer den nächsten Weltuntergang prognostiziert. Wären langsam nicht mal wieder die Zeugen Jehovas dran?

    Antwort
    1. Corinna Autor

      Ich glaube, die Zeugen halten sich nach vier uneingetroffenen Vorhersagen jetzt zurück. Aber es gibt trotzdem schon neue Termine. Einfach mal nach „Weltuntergang 2060“ googeln. Sollte der nicht klappen, haben wir dann scheinbar 2076 schon wieder eine Chance. 😉

      Antwort
      1. Frau Hilde

        Au ja, 2060, das wird sicher spannend. Und der Newton hat bestimmt recht, weil wegen er ist ja schlau und sowas alles.
        2076, also da wäre ich in Jopi Heesters‘ Alter, plusminus, und ich weiß nicht, ob mich Weltuntergänge da noch sonderlich beeindrucken würden. 😀 Aber schaumermal.

        Antwort

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