Mein Leben auf der Kartoffel

Wie andere Blogger auch schaue ich mir gelegentlich die Suchbegriffe an, durch die Leser über Suchmaschinen auf meinen Blog gelangen. Gestern hat jemand “mein Leben auf der Kartoffel” gesucht und ist bei meinem letzten Posting über das gemeinschaftliche Kartoffel-Experiment der Bloggerfrauen um die GiftigeBlonde herausgekommen.

Nun kann ich nicht genau sagen, wie es sich auf einer Kartoffel lebt; auch weil der Suchende nicht angegeben hat, ob sich die besagte Kartoffel noch in der Erde befinden oder bereits ausgebuddelt sein soll. Ich weiß auch nicht, wie groß man sein darf, um auf einer Kartoffel leben zu können; vielleicht ungefähr Däumelinchengröße. Mal ganz abgesehen von der Frage, womit man sich auf einer Kartoffel seine Lebenszeit vertreiben kann… also lange Rede, kurzer Sinn: 1. Man könnte mal wieder Andersen lesen. (Gerade erledigt.) 2. Hier die traurigen Entwicklungen im Kartoffel-Experiment auf unserer Traumwohnungsterrasse.

IMG_20130626_082814Bis Ende Juni sahen die Pflanzen noch grün und kräftig aus. Sie hielten sich tapfer bei über dreißig Grad.

Mitte Juli begannen die Blätter langsam abzusterben. Auch IMG_20130814_172010das Bohnenkraut neben den Kartoffeln mutete jämmerlich an, weswegen die mickrigen Bohnen triumphierend von Luigi geerntet, in ein Marmeladenglas gefüllt und in der Verwandtschaft herumgezeigt wurden. Wir werden im nächsten Jahr einen neuen Bohnenversuch mit einer wesentlich zeitigeren Aussaat starten.

Da eine Kaktusfeige, die wir im letzten Jahr als Ableger in Ostuni in einen viel zu kleinen Topf gesteckt hatten, darauf wartete, dass die Kartoffeln ihren Pflanztrog frei machten, wollte ich mich auch nicht länger auf die Folter spannen und habe zu graben begonnen. Doch gefunden habe ich leider nur die ursprünglichen Setzkartoffeln – von diesen jedoch nur die völlig ausgelaugte Hülle. Abgesehen davon: nichts, niente, nada…

Vermutlich ist auch bei Kartoffeln ein zeitigerer Pflanztermin nötig, denn die Erde im Topf war fühlbar heiß. Bei den über 40 Grad, die wir hier zeitweilig hatten, verwundert das natürlich nicht sehr. Wahrscheinlich brauchen die Kartoffeln auch eine wesentlich sandigere Erde. Mal schauen, wo ich diese im nächsten Jahr herbekommen könnte. Mit dem Leben auf der Kartoffel wird es also bis dahin nichts werden.

Ich drücke den anderen Kartoffelanbauerinnen die Daumen dafür, dass das Kartoffelexperiment bei ihnen so gut ausgeht, wie bei der GiftigenBlonden.

IMG_20130815_100140IMG_20130814_172135Unsere Kaktusfeige hingegen fühlt sich pudelwohl im ehemaligen Kartoffeltrog. Sie hat vierzehn neue „Blätter“ angesetzt und unser Feigenbaum Federico gibt derzeit mit dicken blauroten Feigen an.

9 Gedanken zu „Mein Leben auf der Kartoffel

  1. giftigeblonde

    Oh das tut mir sehr leid.
    gut möglich, dass bei eurem Klima ein zeitigerer Anbau der Knollen anzuraten ist.
    so einen Monat davor.
    Wegen sandiger Erde oder nicht, kann ich nix sagen, meine hatten normale Erde mit ein bisschen aus der Biotonne, und dann hab ich sie in nicht zu guten Boden gesetzt, als sie die Töpfe überfluteten.
    Probieren wir es nächstes Jahr neu?

    Antwort
    1. Corinna Autor

      Na, klar! Aber das mit dem Umsetzen wird nichts. Meine müssen im Topf durchhalten. Nächstes Jahr gibt’s einen neuen Versuch. Bis dahin werde ich mich erkundigen, wann hier der richtige Pflanztermin ist. Vielleicht sogar zwei oder drei Monate früher. Mit eventuellen Frostperioden braucht man hier ja nicht zu rechnen.

      Antwort
  2. notiznagel

    Schade um den Versuch, aber Kaktusfeigen statt Kartoffeln finde ich einen Supertausch.
    Das nächste Mal wachsen die Kartoffeln neben den Feigen. Ein köstliches Bild der Pflanzwirtschaft. Es grüsst der Müller

    Antwort
  3. frauhilde

    Oh, arme Kartoffeln. Und arme Corinna.
    Aber nächstes Jahr, auf der ent-algten Terrasse, da wird alles besser. Ich drücke die Daumen, dass dann ganz tolle Kartoffeln bei rumkommen! 🙂

    Antwort
  4. janavar

    Irgendwas geht ja immer schief. Aber dafür sieht die Kaktusfeige doch 1A aus 🙂 und einen eigenen Feigenbaum hätte ich auch gerne!

    Antwort
  5. juef

    hach Corinna,
    jawohl – auf ein neues im nächsten jahr.
    aber ich denke, bei wir wird das auch so aussehen.
    ich glaub nicht, dass da viel unter der erde auf mich warten wird.

    Antwort
  6. Pingback: Erdäpfelexperiemt-abgeschlossen und hier ist mein Endbericht | giftigeblonde

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