Einfaches Traditionsgericht am Internationalen Tag der italienischen Küche

IMGP1098Die itchefs – eine Organisation von italienischen Köchen – haben in diesem Jahr den Auberginenauflauf „Parmigiana di Melanzane“ zum Gericht des Jahres 2015 ernannt. Was lag also näher, als diesen am Internationalen Tag der italienischen Küche, dem 17. Januar, einmal so nachzukochen, wie es die Vereinigung der Köche auf ihrer Internetseite vorschlägt.

Ganz 1:1 ist es dann bei uns aber doch nicht geworden, da ich nur für zwei Personen und nicht für 8 bis 12 kochen wollte. Daher hier meine Zutatenliste für 2 Personen.

1 große Aubergine (ca. 20 cm lang)
200 g fior di latte (ein Typ etwas wabbligerer Mozzarella)
Parmesan (ca. 50g)
400 g stückige Tomaten aus der Dose
1 Knoblauchzehe (vielleicht auch nur halb, je nach Geschmack)
etwas Basilikum
2 Eier, etwas Mehl und Öl zum Frittieren
Salz, Pfeffer

Die Aubergine wird in ca. 1 cm dicke Scheiben geschnitten, in Mehl gewälzt, dann in den mit Salz aufgeschlagenen Eiern gewendet und in heißem Öl kurz goldgelb ausgebacken.

TomatensauceDann habe ich die Knoblauchzehe fein gehackt und in einem Keramiktopf (ein normaler Topf tut’s natürlich auch) angebraten; anschließend die stückigen Dosentomaten hinzugegeben und das Ganze zwanzig Minuten einkochen lassen. Zum Schluss kamen Salz, Pfeffer und Basilikum hinzu. Wie das geduftet hat! Am liebsten hätte ich sofort ein paar Nudeln gekocht uns sie mit dieser Sauce verspeist.

IMGP1104Nun mussten die frittierten Auberginenscheiben noch in eine Form geschichtet werden. Dabei beginnt man mit etwas Tomatensauce, auf die dann eine Lage Auberginen kommt. Auf diese werden ein paar Stückchen der kleingeschnittenen Mozzarella gegeben. Dann wird sie mit etwas Tomatensauce bedeckt und mit Parmesan bestreut. Das kann man beliebig oft wiederholen, bis die Form gefüllt ist. Den Abschluss bildet eine Schicht aus Tomatensauce und Käse.

Man kann mit der Sauce wirklich sehr sparsam umgehen, da beim Kochen aus der Aubergine auch noch Saft austritt und das Ganze sonst zu flüssig wird.

IMGP1107Nach einer halben Stunde im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad hatte der Käse die von mir gewünschte, goldbraune Farbe angenommen und die Parmigiana war fertig. Sie muss jedoch mindestens eine halbe Stunde abkühlen, damit sich die Aromen noch einmal mischen können. Generell wird das Gericht eher lauwarm gegessen. Bei uns war es gestern ein leckeres Abendessen.

19 Gedanken zu „Einfaches Traditionsgericht am Internationalen Tag der italienischen Küche

    1. Corinna Autor

      Es gibt noch ein viel einfacheres Auberginengericht, dass ich lieber mag und auch mal wieder machen müsste. Da muss man die Aubergine nur halbieren, einschneiden, Knoblauch und Petersilie in die Ritzen stopfen, ein paar Tomaten und Käse und ein bisschen Öl drauftun und überbacken. Superlecker!

      Antwort
      1. giftigeblonde

        genau das kenne ich auch Corinna! Und ich liebe die Melanzani wenn man sie zur Bolognese dazumacht..hach und Nudeln dazu und das Leben ist perfekt! Melanzani steht schon auf der Einkaufsliste von nächster Woche 🙂

        Antwort
  1. Emily

    Auberginen esse ich total gerne. Sie haben auch jede Menge an gesunden Inhaltsstoffen und ich habe schon überlegt, ob ich nicht unbedingt eine Auberginenpflanze im Garten brauche 😉 Die kleine Sorte soll sich hier angeblich gut machen!

    Antwort
    1. Corinna Autor

      Ich hatte auch mal eine im Kübel in Brandenburg. Sie bekam aber nur sein kleine Früchte und die wurden nicht reif. Vielleicht hast Du mit der richtigen Sorte mehr Glück. Ich drück‘ die Daumen.

      Antwort
      1. Emily

        Wir werden es mal antesten! Am Wochenende waren wir hin in einem kleinen Lokal, in dem der Koch Köstlichkeiten aus der ligurischen Küche präsentiert hat. Ich kann dir sagen, dass ich mich gestern Abend nicht mehr rühren konnte. Kein Stück! Heute früh wollte nicht einmal das Frühstück rein (aber dann lag da diese Salami, vegan hin oder her! … )
        Ohne Worte! Ich liebe es zu essen 😉

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        1. Corinna Autor

          Ach, Du Arme! Ich kann Dir das ja so nachfühlen. Sonntags gehen wir immer zu den Schwiegereltern zum Mittagessen. Wie ich gestern nach Hause gekommen bin, ist mir ein Rätsel. Vermutlich hat mein Bauch eine tiefe Schleifspur von ihrer zu unserer Wohnung hinterlassen.

          Aber es schmeckt ja auch immer so gut. …verflixt!

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          1. Emily

            Hehe… ich weiß genau was du meinst! Aber sage mal, was echt wichtig ist *räusper* wie verarbeitest du die Kalorien immer? Atmest du in den Tagen zwischen den Besuchen nur? *g
            Egal! Hauptsache ist, dass es schmeckt!

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            1. Corinna Autor

              *rofl* Ich bewege mich arbeitstäglich, d.h. von Montag bis Samstag, flinken Fußes so ungefähr 12 km durch die Stadt; manchmal auch mehr. Dabei bleiben ein paar Kalorien auf dem Fußweg liegen. Zum Glück. 🙂

              Antwort
  2. Gitti

    Hört sich gut an und liest sich gut. Auf in die Küche. Einkaufszettel erstellen und dann los.

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  3. Katha

    Oh Gott, das sieht lecker aus! Ich hab noch eingefrorene Auberginen, vielleicht wage ich mich am WE mal an dieses Rezept. Aber es dauert so lange von der Zubereitung bis zum Essen … ob ich mich so lange beherrschen kann?

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  4. ninive

    die Variante gefällt mir gut, nicht so verkünstelt wie manches was ich schon unter diesem Namen gesehen hab. Und Auberginen- die esse ich sehr sehr gerne. Mit Pflanzen hatte ich allerdings hier auch kein Glück…

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  5. Sonja

    Dieses Rezept liebe ich, habe ich aber schon ewig nicht mehr gegessen.
    Deshalb war ich gleich Auberginen kaufen und gestern Abend gab es die Parmigiana zum Abendessen.

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