70 Jahre Freiheit und Frieden

Der heutige 25. April ist ein wichtiger Jahrestag für die Italiener. Vor 70 Jahren endete an diesem Tag der Partisanenaufstand, der vom „Komitee zur nationalen Befreiung Oberitaliens“ ausgerufen worden war, mit der Befreiung aller wichtigen Städte Norditaliens von der deutschen Wehrmacht und den faschistischen Kräften Italiens, während die Alliierten Italien von Süd nach Nord durchkämmten. Nach 20 Jahren Diktatur hatte der Faschismus damit in Italien ein Ende. Um dieses Ereignis zu feiern und der vielen Toten zu gedenken, wurde der 25. April im Jahr 1946 zum nationalen Feiertag erklärt.

Anlässlich dieses Feiertages finden heute zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt. Hier in Bari werden zum Beispiel militärische Feierlichkeiten auf dem Gedenkfriedhof für die im Ausland gefallenen Italiener begangen.

Wir Deutschen haben noch ein paar Tage Zeit, bis sich der Tag der Befreiung auch bei uns zum 70. Mal jährt. Allzu leicht vergessen wir Europäer in dem, was wir Krise nennen, dass wir als die nach dem zweiten Weltkrieg in Europa geborenen Generationen das Glück haben, in Frieden, Freiheit und Wohlstand aufzuwachsen, den unsere Vorfahren mit ihrem Blut für uns erkämpft haben. Doch wenn wir die Nachrichten einschalten, dann sehen wir täglich, dass es nicht selbstverständlich ist. Deshalb ist es mal wieder höchste Zeit, sich daran zu erinnern.

7 Gedanken zu „70 Jahre Freiheit und Frieden

  1. Gitti

    Als lange nach dem letzten Krieg in Europa Geborene muss ich zustimmen, Frieden und damit zusammenhängende „ruhige“ Zeiten sind selbstverständlich geworden. Leider ist es ein Trugschluss. Schaltet die Nachrichten an und es ist offensichtlich nicht so. Es ist die Frage, wie geht es weiter? Wird wirklich alles getan, um den Frieden zu erhalten, an den wir so gewöhnt sind?

    Antwort
    1. Corinna Autor

      Das darf man fragen. Manchmal habe ich das Gefühl, es wird nur alles dafür getan, dass wir friedlich konsumieren und das mit unserer Freiheit verwechseln.

      Antwort
  2. notiznagel

    Sich erinnern, wenn man nicht dabei war ist unmöglich.
    Eine gute Entschuldigung sich zurück zu lehnen.
    Bis die Freiheit weg ist und wir erinnert werden wie es gewesen sein muss.

    Antwort
    1. Corinna Autor

      Klingt bitter. Ich hoffe, es wird nicht so kommen. Es läuft schon den ganzen Tag historisches Filmmaterial im TV. Das sollte eigentlich für sich sprechen.

      Antwort
        1. Corinna Autor

          Nein, natürlich nicht. Man zeigt zum Beispiel die jubelnden Mailänder. Aber ehrlich, ich finde, das kann man ihnen auch nicht verübeln. Wen interessieren schon die Verlierer, wenn man selbst genug verloren hat?

          Wenn man in solchen Situationen darauf hinweisen möchte, dass unter den „Bösen“ auch gelitten wurde, muss man sehr behutsam vorgehen. Ich erzähle dann zum Beispiel von meinen Großeltern, die noch Kinder waren, und für die Gräuel, die sie durchstehen mussten gar nichts konnten.

          Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s