Damenbinden statt Mimosen

Während man in Deutschland eher an rote Nelken denkt, sind in Italien die Mimosen die traditionellen Frauentags“blumen“.

Wenn sich ab Mitte Februar die leuchtend gelben Puschelblüten der Mimose in den Pastellhimmel recken, dann ist es Zeit, an den Frühling zu denken – und an den internationalen Frauentag. Jedes Jahr am 8. März gedenkt die Welt mehr oder weniger intensiv den Leistungen, die Frauen vollbraucht haben, seit Bildung keine reine Männerdomaine mehr ist. Für Viele ist es auch der Tag, daran zu erinnern, wie schwer es Frauen selbst in der westlichen Welt hatten und teilweise noch haben, gleiche Rechte wie Männer in allen Bereichen des Lebens einzufordern. Vor allem in der dritten Welt haben Frauen jedoch auch heute noch keine Stimme, wenn es darum geht, über ihr eigenes Leben zu entscheiden. Sie werden beispielsweise grausam genitalverstümmelt,  schon als Kinder an erwachsene Männer verheiratet, vergewaltigt, wie Sklavinnen gehalten und ihr ganzes Leben lang nur ausgebeutet.

Die Mimose, die mir Luigi vor 4 Jahren zum Frauentag geschenkt hat, ist schon stattlich herangewachsen.

Warum also am heutigen Frauentag nicht einmal den Gedanken der Gleichberechtigung über Europa hinaus tragen und ganz konkret etwas für Mädchen und Frauen tun? Viele Hilfsorganisationen bieten die Möglichkeit mit einer Spende dort zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Da ich seit vielen Jahren eine Kinderpatenschaft für Mädchen im Benin pflege, liegt es mir ganz besonders am Herzen auf die Möglichkeiten hinzuweisen, mit denen die Hilfsorganisation PLAN International dazu beitragen kann, aus benachteiligten Mädchen selbstbewusste junge Frauen werden zu lassen. Da geht es zum Beispiel um so profane Dinge wie Damenbinden zur Verfügung zu stellen, denn wer denkt schon in Europa daran, dass ein Schulbesuch an mangelnden Möglichkeiten zur Monatshygiene scheitern könnte? Oder es geht darum, werdende Mütter in Uganda bei der Geburt ihrer Kinder zu unterstützen. Oder Mädchen mittels Tele-Unterricht zu einem Schulabschluss zu verhelfen oder, oder, oder … Es gibt so viele Möglichkeiten am heutigen Frauentag mit Mädchen und Frauen auf der ganzen Welt solidarisch zu werden. 

Gemeinsam mit Plan International für die Gleichberechtigung von Mädchen

Ich freue  mich sehr, wenn meine Leser und Leserinnen heute in diesem Sinne aktiv werden, denn wenn du und ich es nicht tun, wer dann? Also macht auf den Frauentag aufmerksam! Sprecht darüber, dass die Ziele der Frauenbewegung längst nicht erreicht sind. Und wenn ihr könnt, dann helft dabei zu helfen.

Frauen aller Länder vereinigt euch und lasst uns wie Mimosenblüten mit der Sonne um die Wette strahlen!

Alles Gute zum internationalen Frauentag!

Eure Corinna

6 Gedanken zu „Damenbinden statt Mimosen

  1. Arno von Rosen

    Danke für deinen wunderbaren Beitrag, liebe Corinna. Es hat sich etwas getan in den letzten 50 Jahren (wenn man bedenkt wie lange die Menschheit existiert, ist alleine dies schon beschämend), aber immer noch mischen sich Männer in die Entscheidung von Frauen ein, als ob es ihr gottgegebenes Recht wäre, wie z.B. bei Abtreibungen. Doch du hast recht, es gibt viel mehr zu tun in der ganzen Welt und das ist traurig genug. Island ist da für mich ein Leuchtfeuer im dunkeln, immerhin. Ich habe noch nie verstanden, warum Frauen anders behandelt werden sollten als Männer, aber solche Dinge beginnen bereits in der frühkindlichen Erziehung, und für die ist immer noch sehr oft die Frau alleine verantwortlich, was aber auch eine Chance bietet, dass eigene Kind anders zu erziehen, so wie meine Mutter, die nie einen Zweifel daran gelassen hat, dieselben Rechte zu haben wie unser Vater oder jeder andere Mann. Wer das anders gesehen hat, bekam immer die volle Breitseite einer intelligenten, emanzipierten Frau zu spüren.

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    1. Corinna Autor

      Meine Mutter hat es ebenso gemacht wie deine. Meine Schwiegermutter zum Glück auch, so dass es dahingehend wenig Reibung in unserer Familie gibt. Das beginnt in meiner Familie schon bei der Verantwortung für die frühkindliche Erziehung, für die Davides Vater zu einem großen Teil Sorge trägt, weil ich oft bis spät abends arbeite.

      Mich bedrücken jedoch vielmehr die mangelnden Möglichkeiten von Frauen, die schon an so einfachen Dingen wie Monatshygiene oder fehlenden Toiletten in Schulen, fehlendem Trinkwasser in Wohnortnähe oder ein Training in etwas anderem als dem Muttersein scheitern. Dabei kann man diesen Dingen mit für Westeuropäer kleinem finanziellem Aufwand lösen. Doch fließen immer noch mehr Gelder in Rüstung. Wir machen uns Gedanken um Immigranten, statt dafür zu sorgen, dass Personen gar nicht erst gezwungen sind, in der Weltgeschichte herumzuwandern. … ach, das ist so ein weites Feld….

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  2. Oma Gitti

    Allen Mädchen und Frauen einen schönen Tag und an den anderen Tagen viel Hilfe und Unterstützung ,um sich zu verwirklichen, einen eisernen Willen .

    Antwort
  3. kowkla123

    liebe Corina, das ist ein topp Beitrag, finde ich, nimm das Wetter so, wie es ist und genieße trotzdem die Woche ohne Stress und Sorgen

    Antwort

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