Fledermäuse ärgern in der der Zinzulusa

In der apulischen Region Salento wimmelt es nur so von natürlichen Meeresgrotten, sowohl auf der ionischen als auch der adriatischen Seite. Darunter sind so klingende Namen wie „Teufelsgrotte“ oder „Hirschgrotte“. Eine der bekanntesten Grotten auf der adriatischen Seite ist die Grotte Zinzulusa und die lag bei unserem letzten Besuch im Salento praktisch auf dem Weg.

Küstenstreifen im Salento

Direkt an der Küstenstraße wischen Castro und Santa Cesarea Therme gelegen ist sie kaum zu verfehlen. Es gibt einen dazugehörigen Parkplatz, eine saubere, öffentliche Toilette mehrere Hüttchen, die Andenken und anderen Krimskrams an die Touristen bringen, und einen Eintrittskartenverkauf.

Dann geht es eine Treppe hinunter bis ca. einen Meter über die Wasseroberfläche, und immer am Felsen entlang bis zum dunklen Eingang der Höhle. Das allein ist schon ein Spektakel; besonders für Kinder. Man kann den Grotteneingang jedoch auch während einer in Castro startenden Bootstour erkunden und dann direkt davor aussteigen, um sich in die Warteschlange einzureihen.

Der Name „Zinzulusa“ stammt aus dem Dialekt, erfährt man. Demnach bezeichnen „zinzuli“ die Stalaktiten, die fetzenartig herunterhängen. Im Eingangsbereich der Grotte findet man einen kleinen See, in dem sich glasklares Süßwasser mit dem eindringenden Meerwasser vermischt. Dahinter folgt ein Gang, an dessen Ende sich der „Dom“, eine 25 m hohe kuppelförmige Höhle, erhebt, die bis in den 40er Jahre des letzten Jahrhunderts mit Tonnen von hartem Fledermausdung der letzten Jahrtausenden angefüllt war. Mit diesem wurden die umliegenden Felder gedüngt, worüber die ansässigen Fledermäuse so erbost waren, dass sie der Grotte den Rücken kehrten und es nunmehr nur noch eine handvoll mit den Touristen in der Zinzulusa aushält.

Da bekommt man gleich ein schlechtes Gewissen und ist froh, dass der Besuch mit seinem 150 m Fußweg nicht zu lange dauert (zum Vergleich: In den Grotten von Castellana legt man 3 km zurück). Der Ausflug in die Unterwelt am azurblauen Meer ist deshalb vor allem für Familien mit Kindern und alle diejenigen, die mal eben eine weitere Sehenswürdigkeit mitnehmen wollen, gut geeignet.

4 Gedanken zu „Fledermäuse ärgern in der der Zinzulusa

  1. GOOD WORD for BAD WORLD

    Fledermäuse habe ich auch, aber die kacken nicht genug zum düngen. Ergo: auch zu wenige!
    (Gut, Meer und Höhle ist natürlich hier bei uns im Pott auch nicht vorhanden. Vielleicht liegt’s ja daran …) 😊

    Antwort
  2. Friederike

    Ich hoffe, die Fledermäuse haben anderswo Unterschlupf gefunden!
    Der Name Zinzulusa hat mir gleich gefallen, als wir vor jahren dort waren, in der kalten Jahreszeit, da war sie leider zu, aber der Küstenabschnitt ist sehenswert!
    lg

    Antwort
    1. Corinna Autor

      Das stimmt. Der Name ist schön. Für mich hört er sich nach einer rundlichen Oma mit vorgebundener Schürze an. 😉

      Antwort

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