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Hundeleben

Der Rumäne Georgi verdient sich in einer der besten Einkaufsstraßen Baris sein tägliches Brot mit Straßenkunst.

Seit ein paar Tagen hat sich ein Straßenkünstler vor meiner Schule häuslich eingerichtet. Als ich am Montag um die Ecke der Via Principe Amedeo/ Via Sparano im Herzen von Bari bog, da hielt ich den liegenden Hund tatsächlich von weitem für einen Labrador. Erst beim Näherkommen bemerkte ich, dass es sich dabei um einen Haufen Sand handelte. Zugegeben um einen Haufen wirklich erstaunlich bearbeiteten Sandes. Wahrscheinlich vom nahegelegenen Strand „Pane e Pomodoro“.

Am Mittwoch war der Hund wieder da und hatte sogar noch mehr Nachwuchs mitgebracht.

Gestern entstand eine neue Hundefamilie an gleicher Stelle und, wenn man sich in Süditalien zweimal trifft, dann entspannt sich unwillkürlich eine Unterhaltung. Auch wenn Georgi aus Rumänien kommt und nur rudimentär Italienisch spricht, erfuhr ich doch, dass es ihn wegen des besseren Wetters aus Mailand nach Bari getrieben hat. Auch wären die Menschen hier freigibiger zu Straßenkünstlern.

Es gibt sie eben doch, die vielfach als Stereotype abgetanen Unterschiede zwischen Nord- und Süditalienern. Also hoffe ich, dass sich Georgis Hundeleben hier nur auf die Straßenkunst bezieht und er noch häufiger Labradore vor unsere Schultür legt.