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Musikalische Gärten

Garten der Rockmusik

Während die heiße apulische Sommersonne gerade feste dabei ist, alles unter ihr zu verbrennen, gedenke ich der vergangenen, lauwarmen Frühlingstage, denn den Frühling mag ich in jedem Jahr am allerliebsten. Und was wäre der Frühling ohne frisches Grün und bunte Blumen! Hier in Bari versucht man den Frühlingsgefühlen mit temporären Gärten in der Via Agiro auf die Sprünge zu helfen.

Leider ist diese Aktion immer zeitlich begrenzt, aber in jedem Jahr steht sie unter einem anderen Motto. In diesem Mai hieß es: Musik als Garten. Daher tummelten sich in der sonst asphaltgrauen Straße plötzlich blumige Instrumente, Porträts von musikalischen Größen,  sowie Notenschlüssel und bepflanzte Noten. Besonders gut fand ich das Gartenhäuschen für Kinder, das mich an den „Zauberer von Oz“ erinnerte. Aber natürlich kamen auch die vielen Sitzgelegenheiten auf grünem Rasen und unter beeindruckenden Bäumen super an. Außerdem gab es auch Musikanten, die in den musikalischen Gärten aufspielten. Wirklich schade, dass die Aktion nur temporär ist!

Wunscherfüllung

Manchmal gehen Wünsche in Erfüllung – in dieser Woche gleich drei.

Kulturlandschaft1

Da ich mich unlängst mit einer Studentin über die Konditionierung von Touristen unterhielt, hier mal eine Apulienansicht, die den Landstrich als das zeigt, was er weitläufig auch ist – eine Kulturlandschaft.

Der erste hat mit Davide zu tun. Unser Sonnenschein ist nun schon sieben Monate alt. Trotzdem hielt er bisher hartnäckig an der Gewohnheit fest, des Nachts alle zwei Stunden angelegt werden zu wollen. Ächz! Dazu kamen in der letzten Woche die zwei unteren Schneidezähne, die sich ihren Weg ans Licht gebahnt hatten, und ihn „piccioso“ (quengelig) gar nicht mehr von meinem

Kulturlandschaft 2

Rüde von Infrastruktur durchzogenes Ackerland mit Oliven- und Obstbäumen.

Busen weichen lassen wollten. Gähn! In der letzten Nacht wachte er plötzlich nur einmal gegen halb vier auf und dann erst wieder um kurz vor sieben. Zuerst konnte ich gar nicht glauben, dass ich so viele Stunden am Stück geschlafen haben sollte, aber dann musste ich einsehen, dass wir beide heute zum ersten Mal seit sieben Monaten in aller Herrgottsfrühe ausgeschlafen und putzmunter waren.

 

im Garten

Im Detail dann aber wieder so schön, das man es malen möchte. (Leider bin ich dazu nicht fähig und muss mit Fotos Vorlieb nehmen.)

Da kam der zweite Wunsch ins Spiel – das Wetter hatte in der letzten Woche ein Einsehen. Mit einem Mal ist es wieder Frühling in und um Triggiano geworden. Die Knospen der Mandelbäume sind innerhalb von zwei Tagen explodiert und schon früh um acht tauchte die Sonne alles in ihren warmen Schein. Die beste Zeit für einen Spaziergang in die Gärten und schönes Licht für Fotos.

Romantischer Verfall

Romantischer Verfall

Zuletzt noch meinen lieben Lesern und Leserinnen vielen herzlichen Dank für die guten Wünsche angesichts meines letzten Blogbeitrags! Sie haben geholfen. Wir sind alle wieder erkältungsfrei.

Eine schöne Woche euch allen! Corinna

Mandelblüten nah

Romantischer Verfall

Episkopalschloss

Bischofsschloss von Grottaglie

Die von mir wegen ihrer vielen Keramikwerkstätten sehr geliebte Stadt Grottaglie ist aus einem mittelalterlichen Lehen hervorgegangen und wurde mit dem Bau des Bischhofsschlosses, das über dem Keramikviertel thront, im 14. Jahrhundert zum Sommersitz der Bischöfe von Taranto erhoben. Das Schloss ist sehr gut erhalten und kann besichtigt werden. Es beherbergt heute eine Keramikausstellung.

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Hofansicht

 Töpferscheibe vor dem Museumseingang


Töpferscheibe vor dem Museumseingang

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Weihnachtskrippe mit Keramikfiguren

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Schlosshof

Vor dem Schloss hingegen befindet sich ein kleiner mittelalterlicher Garten mit einer staubigen Freifläche, einem Laubengang und einer Erhebung, die wie eine Bühne wirkt. Die Anlage wurde scheinbar dem Zahn der Zeit überlassen und macht daher einen romantisch verwunschenen Eindruck. Bei schönem Wetter und mit entsprechend guter Laune kann man sich daran erfreuen. Eigentlich müsste man sich darüber wundern, warum man ein solches Kleinod mitten in der Stadt so herunterkommen lässt.

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Mit wem der Bischof hier wohl lustwandelte?

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Hier gärtnert Mutter Natur

Eintritt verboten?

Eintritt verboten?

Vermutlich eine Pumpe

Vermutlich eine Pumpe