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Musikalische Gärten

Garten der Rockmusik

Während die heiße apulische Sommersonne gerade feste dabei ist, alles unter ihr zu verbrennen, gedenke ich der vergangenen, lauwarmen Frühlingstage, denn den Frühling mag ich in jedem Jahr am allerliebsten. Und was wäre der Frühling ohne frisches Grün und bunte Blumen! Hier in Bari versucht man den Frühlingsgefühlen mit temporären Gärten in der Via Agiro auf die Sprünge zu helfen.

Leider ist diese Aktion immer zeitlich begrenzt, aber in jedem Jahr steht sie unter einem anderen Motto. In diesem Mai hieß es: Musik als Garten. Daher tummelten sich in der sonst asphaltgrauen Straße plötzlich blumige Instrumente, Porträts von musikalischen Größen,  sowie Notenschlüssel und bepflanzte Noten. Besonders gut fand ich das Gartenhäuschen für Kinder, das mich an den „Zauberer von Oz“ erinnerte. Aber natürlich kamen auch die vielen Sitzgelegenheiten auf grünem Rasen und unter beeindruckenden Bäumen super an. Außerdem gab es auch Musikanten, die in den musikalischen Gärten aufspielten. Wirklich schade, dass die Aktion nur temporär ist!

Liebe in Schwarz-Weiß

liebster-award-whiteUnd noch einmal bin ich bei jemandem eine der Liebsten geworden, dieses Mal in schwarz-weiß (eine mir bisher unbekannte Version des inflationären Awards). Julia von „Italien und ich hätte gern ein paar Fragen von mir beantwortet. Dabei finde ich Julias Geschichte viel interessanter und müsste die Auszeichnung glatt zurückgeben. Julias Leben hat alles, was einen guten Plot ausmacht: Glück und Niederlage, Verliebtheit, eine große Liebe und den festen Willen, die Liebe zu einem Happy End zu führen, auch wenn die Verliebtheit inzwischen Vergangenheit ist. Ich wünsche ihr dafür alles Gute und werde weiterhin ihren Blog verfolgen.

Und nun zu ihren Fragen:

Welches ist dein Lieblingslied?

Da kann ich mich kaum auf eines beschränken, denn Lieblingslieder sind stimmungsabhängig. Generell gefallen mir fröhliche Songs. So heißt auch eine Liste auf meinem Media-Player und die ersten drei Songs darin sind: „Rag Doll“ (Aerosmith), „Real Wild Child“ (Iggy Pop) und das witzige  „Wonderwall“-Cover von Mike Flower Pops, stellen aber kein Ranking dar.

Warum?

Weil Fröhlichkeit meinem Grundwesen entspricht.

Dein Lebensmotto?

„And all the world is birthday cake, so, take a piece but not too much“ – ein Beatles-Zitat und für mich Ausdruck eines vorsichtigen Optimismus‘.

Bloggen ist …?

Neugier, Kreativität und Disziplin.

Womit kann man Dich so richtig auf die Palme bringen?

Mit Vorurteilen und Starrsinn.

Geduld: Tugend oder gezähmte Leidenschaft (cit. Lyman Abbott)?

Gezähmte Leidenschaft.

Morgenmuffel (Eule) oder Frühaufsteher (Lerche)?

Gemäßigte Lerche und glücklich damit. Es erleichtert das Leben in der aktuellen Gesellschaftsform sehr.

Wohin möchtest Du gerne einmal reisen?

Auf einen anderen bewohnten Planeten.

Welchen Tipp würdest Du Deinem 13-jährigen Ich geben, wenn Du könntest?

Sei freundlich, mutig und nutze den Tag!

Deine größte Leidenschaft?

Das Leben.

Woran denkst Du gerade?

Dass im Zimmer nebenan der wichtigste Mensch in meinem Leben ein Nickerchen hält und ich schnell mit dem Blogbeitrag fertig werden möchte, damit ich ihm noch eine Weile beim Schlafen zusehen kann.

Da ich erst kürzlich einen Liebster-Award weitergegeben habe und die meisten der Blogs, die ich aktuelle gern lese, schon mit einem Award bedacht worden sind, habe ich keine neue Nominierung. Ihr könnt also alle bis zur nächsten Liebster-Award-Welle aufatmen.

Noch einmal meinen Dank für die Nominierung an Julia und euch allen einen schönen Tag!

Corinna

Ferienfreuden – Wacken lässt grüßen!

Es sind Sommerferien in Italien. Meine privaten Sprachschulen haben das auch begriffen und sind nun fast alle geschlossen. Das Sommerloch ist endlich da und dem Entspannungsprogramm dürfte nichts mehr im Weg stehen: Morgendliches Teetrinken, ein bisschen aufräumen, lesen, im Internet surfen… alles ganz ruhig, schließlich muss ich nachmittags noch ein bisschen unterrichten oder meine Kräfte für Luigis kleine Cousine Giorgia sammeln, die immer noch zur Bespaßung bei Maria abgegeben wird und die sich langsam aber sicher nicht mehr mit einer omalichen Tante zufrieden gibt, weshalb sie gelegentlich zu uns auswandern darf.

Der Nachbarsjunge unter uns sieht das mit der vormittäglichen Entspannung auch so; nur entspannt er sich hörbar anders. Gegen elf Uhr Mittags – ich nehme an, seine Eltern befinden sich in diesem Moment nicht zu Hause – tönen jetzt regelmäßig schwere Metallrhythmen durch unseren sonst so stillen Palazzo. In unserem Schlaf- und Wohnzimmer kommt man sich plötzlich vor wie auf dem freien Feld in Wacken. „Uaaah!“, möchte man da mit dem Sänger um die Wette brüllen. Aber man hört sich ja selbst nicht vor lauter Gitarrengeschrammel und wildem Schlagzeughämmern.

Der Fußboden vibriert. In meinem Kopf pocht der Schmerz. Jeden Tag. Da hilft nur die Flucht. Heute noch einmal! Aber warte ab Bürschchen! Morgen schlage ich zurück. Sobald Luigi aus dem Haus ist, werde ich mein altes Akkordeon vorholen und über Deinem Kinderzimmer so lange ein und denselben Ländler üben, bis er wieder so flüssig aus der Qietsche kommt, wie vor fünfzehn Jahren.