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San Cataldo – Baden zwischen römischen Ruinen

Etwas mit dem Apulien niemals geizt, sind Wasser und Strand. Auf ca. 800 km Küste findet sich fast überall ein Zugang zum Meer. Besonders beliebt bei Wasserratten ist der Salento, ist die Region, die den Stiefelabsatz bildet, doch bis auf seine nördliche Grenze von Meeren umgeben. Bisher habe ich Andria-Strände wie den romantischen Roca Vecchia oder die einladenden Buchten von Melendugno vorgestellt, die außerhalb von Ortschaften liegen. Doch es wimmelt an der Küste nur so von Badeorten, welche im Winter wie ausgestorben daliegen und im Sommer von Touristen und Einheimischen mit Zweitwohnung am Meer geradezu überschwemmt werden.

Zu ihnen gehört auch San Cataldo, das man nur 11 km vom Hauptort des Salento, der barocken Stadt Lecce, entfernt findet. Hier lagerten selbst Ende September noch so viele Personen am Strand, das man ihn „voll“ nennen konnte. Natürlich gibt es auch hier klares Wasser und ein paar Felsen. Was den Strand mitten in der „Stadt“ jedoch einzigartig macht, sind die Mauerreste eines Hafens, der unter dem römischen Kaiser Hadrian einst ungleich bedeutender war als heute. Diese werden leider immer mehr von den Wellen verschluckt, sodass ein Foto wie das hier vielleicht bald nicht mehr möglich sein wird.

Was macht man sonst in San Cataldo? Nicht viel. Hierher kommt man nur zum Ausruhen und Baden. Ein kleiner Hafen lockt Bootstouristen. Ein paar kleine Geschäfte, Supermärkte, Pizzerien und Restaurants bieten während der Sommerfrische alles, was Urlauber brauchen, wenn sie nicht gerade am Wasser liegen oder die gut ausgebaute Strandpromenade entlang flanieren. Von November bis März versinkt die Stadt dann wieder in einen feuchtkalten Winterschlaf. Kein Problem für uns. Der September mit seinem Sommerausklang war perfekt für einen Abstecher nach San Cataldo. Der Frühling und Frühsommer dürften mit ihrer gemäßigten Wärme für Mitteleuropäer ebenso geeignet sein. Allerdings ist das Wasser dann noch nicht so warm.