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Wider den Fachkräftemangel

Den Lesern meines Blogs ist es kein Geheimnis, dass ich mich hier über Wasser halte, indem ich die deutsche Sprache verbreite. Dabei sind die Erfolge der Schüler natürlich auch immer ein bisschen die Erfolge des Lehrers, bzw. der Lehrerin. Deshalb klopfe ich mir im Moment auf die Schulter, weil einer meiner Schüler seit August in München beim Patentamt arbeitet. Ein Mädchen, das Baumechanik studiert, forscht für ihre Abschlussarbeit in Darmstadt. Und vor kurzem hat F., der an der Universität von Bari Krankenpflegewesen studiert hat, einen festen Arbeitsvertrag in einem Krankenhaus in der Nähe von Stuttgart erhalten, nachdem er innerhalb eines Jahres die deutsche Sprache von null auf 100 (B2-Niveau*) gelernt hatte.

Klar ist das nicht allein mein Verdienst, sondern hängt ganz stark von den Lernenden selbst und den unterschiedlichen Projekten ab. Aber meine apulischen Schüler sind fast alle hypermotiviert, willensstark und extrem fleißig. Da freut es mich umso mehr, wenn es ganz überraschend an der Tür klingelt und eine riesige Grünpflanze als Dankeschön und Zeichen der Würdigung meiner Arbeit bei mir abgegeben wird.

Daher an dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank an F. und seine Eltern! Alles, alles Gute für dein Leben in Deutschland!

 

*B2-Niveau bedeutet:
  • die Hauptinhalte komplexer Texte zu konkreten und abstrakten Themen verstehen und im eigenen Spezialgebiet auch Fachdiskussionen verstehen können.
  • sich so spontan und fließend verständigen können, dass ein normales Gespräch mit Muttersprachlern ohne größere Anstrengung auf beiden Seiten gut möglich ist.
  • sich zu einem breiten Themenspektrum klar und detailliert ausdrücken können, einen Standpunkt zu einer aktuellen Frage erläutern und die Vor- und Nachteile verschiedener Möglichkeiten angeben können.