Archiv der Kategorie: Vorsicht Lyrik

Herzverrückt

An Davide

 

Du siehst mich an mit diesem Lächeln

das Herzen schmilzt wie einst Dali die Zeit.

Das Strahlen deiner wachen Augen

macht mir die Brust und Arme weit.

 

Doch während andre Herzen tropfend

vor deine Zappelfüße fallen

und die dich ansehen nach Sekunden

nur herzverrückte Worte lallen

trägst du das meine längst in Händen

vor dir her auf Lebenszeit.

 

Hast du’s gestohlen? Hab ich’s geschenkt dir?

Wer kann es sagen? – Ganz egal!

Ich würd’s dir immer wieder lassen

für dieses Lächeln – jedes Mal.

Weiße Überraschung zum Jahreswechsel

Wohin ist nur das Jahr verschwunden?

Bis eben gab’s noch einen Rest.

Nun zähl’n statt Tagen wir die Stunden

und sammeln uns zum großen Fest.

Mit lautem Knallen und Hallo

fängt bald 2015 an,

auf dass die Zeit uns dann von Neuem

durch uns’re Finger rinnen kann!

Ich wünsche allen Freunden, Verwandten und Lesern meines Blogs ein glückliches und gesundes neues Jahr voller großer und kleiner Freuden!

olivo natalizio sotto la neve

Weihnachtlicher Olivenbaum im Schnee

pupazzetto di neve in Puglia

Schneemann bau’n in Apulien

Uns hat das alte Jahr sehr viel Schönes gebracht und zum Ausklang noch einmal richtig in die Überraschungskiste gegriffen. In Bari (Stadt) schneit es ungefähr alle 10 Jahre.  Deshalb sprang ich heute Morgen wie der geölte Blitz aus dem Bett und war im Nullkommanichts auf der Terrasse.

Ich bin gespannt, was das neue Jahr an Überraschungen bereit hält. Wir lesen uns!

Eure Corinna

Die weiße Stadt am Meer

ostuni2

Die weiße Stadt am Meer*
(Sommermittag in Ostuni)

Am weißen Strand, am blauen Meer
Und hügelauf die Stadt;
Die Sonne strahlt und blendet sehr,
Zur Mittagsstunde schläft das Meer
Und still wird’s in der Stadt.

Es bellt kein Hund, schwatzt kein Tourist,
Kein Hupen ohn‘ Unterlass.
Nur Hitzeflimmern in der Luft,
Nur Tellerklappern, Pastaduft.
Die Sonne sengt das Gras.

ostuni1

Doch tunkt die Strahlende ins Nass
und kühl weht es vom Meer,
strömt alles Volk hinaus zur Tür,
zur Piazza hin, ins Herze Dir,
Du weiße Stadt am Meer.

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* in Anlehnung an  Th. Storm „Die Stadt“ (1852)