Archiv der Kategorie: Ihr und ich

Neujahrsversprechen

Bevor ich mich ab morgen wieder einen Monat lang beim Datum verschreiben werde, bis das neue Jahr wirklich in meinem Kopf angekommen sein wird, möchte ich die letzten Stunden dieses Jahres noch dafür nutzen, mich bei allen Freunden, den stillen Lesern und besonders den vielen kommentierenden Mitbloggenden für ihr anhaltendes Interesse an Apulien und unserem Leben in diesem freundlich chaotischen Land zu bedanken.

Es gibt hier noch so viel zu entdecken und sicherlich wird unser Leben mit Kind ein übriges dafür tun, dass es auch im nächsten Jahr nicht langweilig wird. Es geistern auf jeden Fall immer mehr Ideen in meinem Kopf herum, als ich aufschreiben kann. Deshalb ist es gut, dass das Leben morgen einfach weitergeht und wieder jeden Tag 24 Stunden zur Verfügung stehen werden.

Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Silvesternacht, so wie ihr sie mögt! Alles Gute für 2017 und danke, dass ihr mir gewogen bleibt!

Eure Corinna

PS: Übrigens hat es der Panzerotti-Beitrag 2016 fast geschafft, den Schimpfwörtern den Rang abzulaufen. Ich bin so stolz auf die Internetgemeinde!

Suchphrasen XIII – Von Menschen in Müllcontainern

Die recht bizarre Suchphrase „Mensch in Restmüllcontainer werfen“ hat die suchende Person aus irgendeinem Grund nicht nur auf meinen Blog geleitet und zu deutlichem Stirnrunzeln bei mir geführt, sondern mich auch daran erinnert, dass es längst überfällig ist, dass ich davon berichte, wie die vor drei Jahren eingeführte Mülltrennung in Triggiano denn nun läuft.

Wir erinnern uns: der normale, italienische Müllalltag sah so aus, dass eine Entsorgung in riesige am Straßenrand aufgestellte Müllcontainer erfolgte, die kurz nach ihrer Leerung schon wieder überliefen. Dann hieß es plötzlich „Ciao, ciao Müllcontainer“ und jeder stellte an bestimmten Tagen die entsprechenden, vom Entsorgungsunternehmen zur Verfügung gestellten Mülleimer vor die Haustür. Diese reihen sich auch heute noch über Nacht und am frühen Morgen die Fußwege entlang und man kann sagen, das dass System weitestgehend funktioniert.

Trotzdem sind einige Zeitgenossen nun dazu übergegangen, ihren Müll in Plastiktüten vor das Haus zu legen, wo sich wilde Hunde und Katzen über sie hermachen – mit dem entsprechenden Bild, das so ein aufgerissener und durchwühlter Müllsack vor Haustüren bietet. Deswegen findet man in den betreffenden Häusern nun Aushänge mit Androhung von Abmahnungen und Bußgeldern. Noch habe ich persönlich von keinem Fall gehört, in dem ein Bußgeld tatsächlich verhängt wurde, aber es würde mich interessieren, wie das in einem mehrstöckigen Wohnblock tatsächlich gemacht werden wird; vermutlich in Kollektivhaft.

Ich weiß jedoch von den  Mechanikern der nahe gelegenen Autowerkstatt, dass sie bereits Mitmenschen, die ihren dubiosen Müll nach Eintritt der Dunkelheit scheinbar clever und unerkannt an der Ecke der besagter Autowerkstatt jedoch im Sichtfeld der Überwachungskamera deponierten, angesprochen und gebeten haben, so etwas zu unterlassen, weil es erstens falsch sei und sie zweitens keine Lust hätten, jeden Morgen erst den Fußweg zu putzen.

Ein weiteres Problem ist, dass es einige Entsorgende mit der Mülltrennung nicht so genau zu nehmen scheinen, sodass inzwischen verboten wurde, nicht transparente Säcke für den „Gelben Sack“ oder andere Mülleimer als die ausgegebenen zu verwenden. Der nicht richtig sortierte Müll wird auch zum Problem der ganzen Gemeinde, weil der italienische Stadt dafür eine höhere Öko-Abgabe und Strafzettel vorsieht, die dann natürlich auf die gesamten Bewohner umgelegt werden.

Abgesehen von diesen Entwicklungen würde ich spontan sagen, dass man einen Menschen wohl in den Biomüll werfen müsste. Allerdings stellte man damit die Werfenden bei unseren vergleichsweise winzigen Mülleimern vor einige Probleme. Die Entsorgung müsste über einen langen Zeitraum erfolgen, was Fragen nach chirurgischen Fähigkeiten oder der Zwischenlagerung des Mülls aufwirft. Besonders bei sommerlich heißen Temperaturen käme es da sicher schnell zu Geruchsbelästigung. Außerdem ist gar nicht gesagt, dass es sich bei einem Menschen in allen Teilen um Biomüll handelt. Ich denke da z.B. an mit Amalgam versehene Zähne. Wären diese unsortierter Restmüll oder im Werthof abzugebender Sondermüll?

Ich empfehle dem Suchenden in Anbetracht all dieser Umstände also, die in den Restmüllcontainer zu werfende Person nach Bari zu schaffen, um sie in einem am Straßenrand stehenden, großen Container loszuwerden – und das möglichst schnell, noch bevor dort die Müllentsorgung von Haustür zu Haustür eingeführt wird und die Container verschwinden.

Suchanfragen XII – warm essen Italien

Sich vorzustellen, was jemand mit den Worten „warm essen Italien“ auf meinem Blog gesucht haben mag, ist nicht einfach. Suchte der oder diejenige warmes, italienisches Essen oder italienisches Essen bei Wärme? Ich nehme das Zweite an, denn auch in Deutschland soll es in letzter Zeit ziemlich heiß gewesen sein.

preparatoEin sommerlicher Klassiker in meiner Familie ist „Pasta fresca“ – Nudelsalat. Für die italienische Hausfrau unter Zeitdruck gibt es dafür diverse vorbereitete Gemüsemischungen, die man nur noch an die gekochten Nudeln (oder auch an den Reis) schütten muss und schon ist der Nudelsalat fertig. Wir ergänzen diese Mischungen gern mit in Würfel geschnittenem Käse und/ oder Tomaten, Gurken, Olivenöl und Basilikum.

Schnell. Bunt. Lecker.

Das Sonnenbrillenproblem …

… oder: Wie lange dauert es einen Bericht über Corinna in Apulien zu schreiben?

fluegge_logo_finIrgendwann gegen Ende des letzten Jahres hat mich die Journalistin Susanne vom „Flügge“-Blog angesprochen und gefragt, ob wir uns über meine Auswanderung nach Triggiano unterhalten könnten. Auf ihrem sehr lesenswerten Blog sammelt sie nämlich interessante Geschichten von Menschen, die ausgewandert sind oder deren Leben durch eine Reise verändert wurde. Ehe wir einen Skype-Termin gefunden hatte, vergingen bereits Wochen, aber wir schafften es schließlich zusammenzukommen und sprachen über meinen Weg nach Triggiano, über Apulien, Bari, die Leute und das Leben hier in Süditalien.

Tatsächlich stellte sich als größtes Problem heraus, dass es praktisch keine Fotos von mir vor apulischer Kulisse gab, da ich immer hinter der Kamera stehe. Und auf den wenigen existierenden Fotos hatte ich immer eine Sonnenbrille auf. Logisch, denn hier scheint nun mal zu allen Jahreszeiten die Sonne. Ich musste also Besuche von Freunden abwarten, die bei uns generell immer mit Fotoapparat an- und dann mit mir in Apulien herumreisen.

Dazu kamen auf beiden Seiten Arbeit, Feste, Feiertage, Urlaub, wieder Arbeit, Familie und, und, und…  aber was lange wärt, wird bekanntlich gut. Daher gibt es seit ein paar Tagen bei Susanne einen langen Bericht, der vieles noch einmal zusammenfasst, was ich auch schon hier auf MeinApulien mit euch teile noch dazu mit einigen Fotos, auf denen ich gezwungenermaßen ohne Sonnenbrille zu sehen bin: „Vom Licht und Leben in Apulien“.

Liebe in Schwarz-Weiß

liebster-award-whiteUnd noch einmal bin ich bei jemandem eine der Liebsten geworden, dieses Mal in schwarz-weiß (eine mir bisher unbekannte Version des inflationären Awards). Julia von „Italien und ich hätte gern ein paar Fragen von mir beantwortet. Dabei finde ich Julias Geschichte viel interessanter und müsste die Auszeichnung glatt zurückgeben. Julias Leben hat alles, was einen guten Plot ausmacht: Glück und Niederlage, Verliebtheit, eine große Liebe und den festen Willen, die Liebe zu einem Happy End zu führen, auch wenn die Verliebtheit inzwischen Vergangenheit ist. Ich wünsche ihr dafür alles Gute und werde weiterhin ihren Blog verfolgen.

Und nun zu ihren Fragen:

Welches ist dein Lieblingslied?

Da kann ich mich kaum auf eines beschränken, denn Lieblingslieder sind stimmungsabhängig. Generell gefallen mir fröhliche Songs. So heißt auch eine Liste auf meinem Media-Player und die ersten drei Songs darin sind: „Rag Doll“ (Aerosmith), „Real Wild Child“ (Iggy Pop) und das witzige  „Wonderwall“-Cover von Mike Flower Pops, stellen aber kein Ranking dar.

Warum?

Weil Fröhlichkeit meinem Grundwesen entspricht.

Dein Lebensmotto?

„And all the world is birthday cake, so, take a piece but not too much“ – ein Beatles-Zitat und für mich Ausdruck eines vorsichtigen Optimismus‘.

Bloggen ist …?

Neugier, Kreativität und Disziplin.

Womit kann man Dich so richtig auf die Palme bringen?

Mit Vorurteilen und Starrsinn.

Geduld: Tugend oder gezähmte Leidenschaft (cit. Lyman Abbott)?

Gezähmte Leidenschaft.

Morgenmuffel (Eule) oder Frühaufsteher (Lerche)?

Gemäßigte Lerche und glücklich damit. Es erleichtert das Leben in der aktuellen Gesellschaftsform sehr.

Wohin möchtest Du gerne einmal reisen?

Auf einen anderen bewohnten Planeten.

Welchen Tipp würdest Du Deinem 13-jährigen Ich geben, wenn Du könntest?

Sei freundlich, mutig und nutze den Tag!

Deine größte Leidenschaft?

Das Leben.

Woran denkst Du gerade?

Dass im Zimmer nebenan der wichtigste Mensch in meinem Leben ein Nickerchen hält und ich schnell mit dem Blogbeitrag fertig werden möchte, damit ich ihm noch eine Weile beim Schlafen zusehen kann.

Da ich erst kürzlich einen Liebster-Award weitergegeben habe und die meisten der Blogs, die ich aktuelle gern lese, schon mit einem Award bedacht worden sind, habe ich keine neue Nominierung. Ihr könnt also alle bis zur nächsten Liebster-Award-Welle aufatmen.

Noch einmal meinen Dank für die Nominierung an Julia und euch allen einen schönen Tag!

Corinna

Lieb – Lieber – Liebster Award

liebster_awardDer „Liebster Award“ geistert mal wieder durch die Bloglandschaft.

Lieber Arno, danke für die Auszeichnung. Ich lese gern Deine Beiträge zu aktuellen Themen und ein Mann, der nicht nur mit Worten, sondern auch mit dem Kochlöffel umgehen kann, hat bei mir einen Stein im Brett. Von daher beantworte ich nun Deine Fragen, möchte den Liebster-Award aber auch heute nur an einen einzigen Blog weitergeben. Mit meiner Liebe gehe ich nämlich nach wie vor nicht verschwenderisch um.

Hier also die Fragen und meine Antworten.

  1. Unterstützt Ihr Eure Blogs um besser gefunden zu werden und wenn, wie macht Ihr das?

Äh… Internettheorie? Keine Ahnung. Ich gebe die „Tags“ ein und das war’s. Wer Apulien finden will, der findet es schon. Inzwischen laufen mein Beiträge über Focaccia und Panzerotti den italienischen Schimpfwörtern den Rang ab. Offensichtlich kocht die Internetgemeinde gern Italienisch.

  1. Gibt es einen Lieblingsblog, den Ihr hier empfehlen würdet?

Siehe unten.

  1. HefeklößeVerratet mir Euer Lieblingsgericht und was Ihr damit verbindet.

Hefeklöße. Damit verbinde ich glückliche Kindertage. Inzwischen kann ich sie auch gut selbst herstellen und verbrühe mir nur noch gelegentlich die Finger.

  1. Wie sieht Euer perfekter Tag aus?

Im Moment so: Ich kann alles machen, was ich mir vorgenommen haben, ohne dass mir jemand dabei die Nerven raubt. Perfekte Tage sind so selten!

  1. Lasst Ihr Euch gerne auch mal treiben oder habt Ihr immer einen Plan?

Ich habe immer mehrere Pläne, so dass es aussieht, als würde ich mich treiben lassen.

  1. Wer inspiriert Euch im Leben?

Meine Familie zum Beispiel, viele Schreibende mit ihren Texten… eigentlich kann fast alles Inspiration sein… selbst der Weg vom Bett zur Toilette.

  1. Habt Ihr einen Sehnsuchtsort und wie lange würdet Ihr da gerne bleiben?

Nicht direkt. Ich finde viele Orte schön und an manche möchte ich auch wieder zurückkehren: in die brandenburgische Kiefernmonokultur zum Beispiel, die Kurische Nehrung, London, Edinburgh, Vilnius, Sankt Petersburg, den Grand Canyon… Aber egal wohin ich reise, ich freue mich auch immer wieder auf Zuhause. Ich denke, das wird wohl mein Sehnsuchtsort sein.

  1. Gibt es eine Sache die Ihr gerne machen würdet, aber Euch nicht traut und welche wäre das?

Es gibt total viele Sachen, die ich mich nicht traue. Aber die möchte ich auch nicht machen. Was ich machen möchte, traue ich mich auch früher oder später zu machen – und wenn es fast 10 Jahre dauern sollte, so wie mein Umzug nach Italien.

  1. Was ist Euch wirklich wichtig bei einem Mann oder einer Frau? Bitte nicht sagen Humor, sonst müsst Ihr mich vielleicht heiraten. 😉

Er muss mich glücklich machen können; auch mit Humor. (Trotzdem kann ich Dich nicht heiraten.)

   10. An welcher Stelle steht bei Euch Euer Blog in der Prioritätenliste?

Irgendwo hinter meinen Männern, Arbeit und Nahrungsaufnahme.

11. Wenn Ihr eine einzige Frage frei hättet an mich, welche wäre das? (Keine Garantie auf Antwort) 🙂

Welches Deiner von Dir geschriebenen Bücher ist Dir am wichtigsten?

Den „Liebster Award“ möchte ich an Ann von „kinderunlimited“ weitergeben. Für ihren Blog sucht sie immer wieder nach interessanten und kuriosen Fakten zum Thema „Kind“. Sehr gut gefällt mir auch ihre Reihe über Wiegenlieder aus aller Welt.

Und hier die Fragen an Ann:

  1. Was hat Dich bewogen, einen Blog über das Thema „Kinder“ zu führen?
  2. Wie motivierst Du Dich dazu regelmäßig zu bloggen?
  3. Ich kenne einige Blogs von Müttern, die über ihre Kinder und das Leben mit ihnen schreiben. Wie verhinderst Du, dass Dein Blog ins Private abgleitet?
  4. Welche Deiner Themenkreise macht Dir am meisten Spaß und gefällt Dir am besten?
  5. „Natürlich mit Kind“ oder „Kind als Karrierekiller“ – Wie ist das Leben mir Kindern dort, wo Du im Moment lebst?
  6. Was würden Deine Kinder hier über ihre Mutter schreiben, wenn sie könnten?
  7. Dein Lieblingskinderbuch ist:
  8. Dein Lieblingskinderspielzeug ist:
  9. Dein Lieblingskinderfilm ist:
  10. Was wolltest Du werden, als Du ein Kind warst, und wie weit ist Dein heutiges Leben davon entfernt oder wie nah ist es dran?
  11. Was würdest Du für Deine Kinder nicht tun?

Ich würde mich freuen, wenn Ann die Auszeichnung annehmen und meine Fragen beantworten würde. Seht auf jeden Fall mal auf ihrem bunten Sammelsurium von interessanten, witzigen oder auch merkwürdigen Fakten zum Thema „Kind“ vorbei! Es lohnt sich.

Leitfaden für die Award-Weitergabe:

Beantworte die Fragen in einem Blogpost, in dem Du den, der Dich nominiert hat, verlinkst. Erstelle dann selbst 11 Fragen und nominiere neue Blogger, die Deiner Meinung nach etwas mehr Aufmerksamkeit verdient haben und informiere sie über Ihre Nominierung.

Suchanfragen XI – Entschuldigung

Margerite

1. Gut bei Entschuldigungen kommen in der Regel auch Blumen an.

Alpenfeilchen

2. Allerdings sollte man sich gegen Topfpflanzen entscheiden.

Ganz neu, dass mal jemand keine Schimpfwörter auf meinem Blog sucht, sondern sich im Gegenteil bei jemandem entschuldigen möchte.

Hier also zur schnellen Beziehungsrettung:

„Vergib mir!“ – „Perdonami!“ (Mit Betonung auf dem „o“.)

Hyazinthe rosa

3. Sollte die Entschuldigung nämlich nicht akzeptiert werden, könnte es weh tun.

„Es tut mir Leid.“ – „Mi dispiace!“ (Gesprochen in etwa: Mi dispjatsche. Mit Betonung auf dem „a“.)

…und wem das noch nicht reicht, der kann sich ja zur Abwechslung mal selbst beschimpfen. Inspiration nötig? Hier.