Archiv für den Monat Juni 2015

Rückblick zum dritten Jahrestag – „Buon ComPuglianno!“

Seit drei Jahren lebe ich nun schon hier und feiere heute meinen dritten, selbsternannten Apuliengeburtstag (ComPuglianno). Ehrlich, es kommt mir gar nicht so lange vor, wie sich das anhört. Auch im zurückliegenden Jahr ist viel passiert und die Zeit ist nur so dahin geflogen.

Veränderungen in der Wohnung und auf der Terrasse

sonnengereifte Aprikosen

Sonnengereifte Aprikosen

Wir haben unsere Wohnungseinrichtung weiter komplettiert und beispielsweise so wichtige Anschaffungen wie eine neue Gastherme und Fliegengitter getätigt. Außerdem sind wir dabei, unseren Balkon in einen Abstellraum zu verwandeln, denn wir müssen dringend das zweite Schlafzimmer entrümpeln. Warum? Weil wir bald ein Kinderzimmer brauchen (mehr dazu siehe unten). Die Aufforstung auf der Terrasse ist weiter fortgeschritten und Luigi hat sich besonders über die zahlreichen Aprikosen gefreut, die wir jedoch bereits alle verputzt haben.

Verzicht auf 5 Minuten fraglichen Ruhms

Fast wäre ich im letzten Jahr ins Fernsehen gekommen, denn ich habe über die Anfrage eines privaten, deutschen Fernsehsenders nachdenken dürfen, der eine Sendung über ausgewanderte Menschen aus dem Osten Deutschlands machen wollte. Nachdem ich mit ein paar Vertrauten gesprochen und mir eine Folge der Show auf Youtube angesehen hatte, war mir jedoch schnell klar, dass mir meine und die Würde meiner Familie wichtiger waren, als fünf Minuten fraglichen Ruhms. So bin ich also nicht über den Bildschirm geflimmert und ihr müsst weiter mit den Fotos auf diesem Blog vorlieb nehmen.

Erfolgsmomente im Beruf

Beruflich hatte ich ebenfalls interessante Erlebnisse, denn das Interesse an Deutsch als Fremdsprache ist im wirtschaftlich schwachen Apulien immer noch groß oder wächst sogar. Mein besonderes Highlight war in dieser Hinsicht der Vorbereitungskurs auf ein Examen des Goethe Instituts, den ich für 27 Schüler aus unterschiedlichen Klassen an einem staatlichen Gymnasium gegeben habe. Eine so große Gruppe hatte ich bis dahin noch nie unterrichtet, war jedoch nur einmal mehr davon überrascht, wie souverän ich mich als Lehrerin mache und wie einfach es ist, Italiener zu unterrichten. Da gibt es zum Beispiel keine falsche Scheu vor Gruppenarbeit, selbst wenn sich die Schüler vorher nicht kannten.

Außerdem habe ich durch das Unterrichten viele interessante Leute kennengelernt, wie zum Beispiel einen Maestro Gelatiere (Meister der Speiseeisherstellung), dessen Eis in der Gelateria Martinucci in Baris Altstadt sogar meinem bisherigen Lieblingsladen Gasperini den Rang abgelaufen hat. Dann könnte ich noch eine ambitionierte Studentin der Mechanik nennen, die sich im Moment auf einem Kongress in Kanada befindet. Obwohl ich an ihrem Projekt gar keinen Anteil hatte und es nur aus unseren Deutschstunden kenne, kommt es mir fast so vor, als hätte ich trotzdem bei der ganzen Sache mitgemacht und Grund stolz auf sie zu sein. Ein anderer Schüler hat mich im letzten Jahr dazu gebracht, große Teile einer Internetseite für seinen Familienbetrieb zu übersetzen bzw. dem deutschsprachigen Markt anzupassen, wobei ich viel über den biologischen Anbau von Oliven und die Olivenölherstellung gelernt habe.

Ich bin also mit meinem Job immer noch sehr glücklich, obwohl ich mich über eine Arbeitsstelle mit nur einem Anlaufpunkt und zusammenhängenden Arbeitszeiten, gern auch in einem anderen Bereich, sehr freuen würde. Daher beobachte ich immer noch die Stellenangebote.

Familienerweiterung

Allerdings ist all das in seiner Bedeutung in der letzten Zeit etwas zurückgetreten, denn neben Luigis bestandener Weiterbildung hat sich pünktlich zu meinem dritten Apuliengeburtstag noch ein weiterer Wunsch aus dem letzten Jahr erfüllt: Anfang Juli, d.h. praktisch gleich, werden wir Eltern. Meine italienische Familie ist angefangen von den zukünftigen Großeltern, über die Tanten bis zu den Cousinen komplett aus dem Häuschen und selbst unsere Nachbarn, unsere Automechaniker und alte Omas, die ich nur gelegentlich gegrüßt habe, wenn sie vor ihren Haustüren in der Abendsonne saßen, sind plötzlich interessiert und redselig geworden. Wenn ich es eilig habe, muss ich daher meine gewohnten Wege direkt meiden.

Ja, so eine Schwangerschaft in Italien ist schon eine verrückte Sache. Vielleicht werde ich an anderer Stelle noch mehr darüber erzählen, aber bisher war es einfach schön, etwas nur für mich und die nächsten Verwandten und Freunde zu haben.

Für das kommende Apulienjahr wünsche ich mir, dass wir gut in unseren neuen Lebensabschnitt hineinfinden und uns als Eltern bewähren werden. Alles andere wird sich schon ergeben oder – wie der Süditaliener sagt: Non ti preoccupare!*

In diesem Sinne denke ich heute wieder besonders an alle meine Lieben in Deutschland und in der Welt. Wie schön, dass es euch gibt und, dass ihr mich nicht vergesst! Mir einen sorglosen dritten ComPuglianno und euch ebenfalls sorgenfreie Tage, wo immer ihr auch gerade stecken mögt!

Eure Corinna

* Sorge dich nicht!

Einsam auf weiter Flur – Als Teetrinker im Kaffeeland

Fast hätte ich ich es vergessen, dass ich im letzten Jahr bei der Hamburger Bloggerin Nina auf eine interessante Aktion namens „How do you tea?“ (Link zum Beitrag) gestoßen war. Ich fand es interessant, von den Gewohnheiten anderer Teetrinker zu lesen. Außerdem war das eine sehr gute Möglichkeit, mich mit der Tatsache auseinanderzusetzen, dass ich im Land von Espresso und Co. mit meinen Teebüchsen und Teekartons eher die Ausnahme bin, sowie meiner eigenen Begeisterung für Tee Ausdruck zu verleihen.

Der Beitrag ist nun schon etwas älter, aber die Aktion bei Nina läuft weiter und sie freut sich immer darüber, weitere Teetrinker kennenzulernen, die ihren Fragenbogen bearbeiten möchten.

„Non c’è più! Non arriva più!“* oder Wann beginnt der Sommer in Süditalien?

Am Sonntag ist Luigis Namenstag und hier in Süditalien legt man großen Wert darauf, diesen auch festlich zu begehen. Mindestens muss man der gratulierenden Verwandtschaft als nicht gänzlich Backunbegabte eine Torte oder anderes Gebäck kredenzen.

„Ich hätte gern 250g gemahlene Mandeln.“ sagte ich daher gestern in einem meiner Lieblingsläden namens „Dolcemania“ zur Verkäuferin, denn in diesem Laden für Back- und Süßigkeitenbedarf kauft man fast alles nach Gewicht aus großen Tüten oder Körben. „Ich habe noch ungefähr ein halbes Kilo.“ antwortet mir die junge Frau. „Besser du nimmst alles. Es kommt jetzt nichts mehr rein.“ „Wie jetzt? Nie mehr?“, fragte ich irritiert und überlegte, ob ich vielleicht eine Schreckensnachricht von verhagelter Mandelblüte überhört hätte.

Die Verkäuferin lächelte milde wie man ein kleines Kind anlächelt, das von der Welt noch keine Ahnung hat, und erklärte mir, dass sich das „jetzt“ natürlich nur auf den Sommer bezog. Aha… vielleicht hat der gemeine Süditaliener im Sommer keinen Bedarf an geriebenen Mandeln, isst keinen Kuchen oder kein Mandelgebäck mehr, sondern steigt komplett auf Wassermelonen und Speiseeis um. Ich wagte nicht zu fragen und sagte statt dessen: „Bitte noch 30 Baci Perugina!“ Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Glückskeks und Ferrero Küsschen, die ich am Sonntag Luigi und der lieben Verwandtschaft zusätzlich zum Mandelkuchen anbieten wollte. „Haben wir nicht mehr und kriegen wir auch nicht mehr.“ kam prompt die Antwort. Für einen Moment fühlte ich mich irgendwie merkwürdig dumm und in die Zeit der DDR-Mangelwirtschaft zurückversetzt.

Beim Bezahlen an der Kasse outete sich jedoch eine Italienerin hinter mir als ebenso unwissend, als sie dem Kassierer einen leeren „Mars“-Karton vor die Nase hielt und meinte, ob sie noch welche hätten. „Nein,“ antwortete der Kassierer und setzte hinzu, „und wir kriegen die auch nicht mehr rein.“ Aha, also auch kein Mars. Ach, und keine Überraschungseier! Mehr hörte ich von dem Dialog über einen anstehenden Kindergeburtstag nicht, da ich mein Wechselgeld bereits verstaut hatte und unmöglich weiter an der Kasse stehen bleiben konnte.

Luigi klärte mich dann am Nachmittag auf: Demnach gäbe es im Sommer in Süditalien keine Schokolade mehr zu kaufen, da es für sie zu warm sei. Das erklärte natürlich, warum unser Kühlschrank schon seit Wochen voller Kinderriegel lag, die sorgsam eingeteilt wurden. Aber gerade deswegen will sich mir die logische Verbindung zwischen Wärme und Schokoladenverkauf nicht vollständig erschließen, gibt es doch auch in Super- und anderen Märkten Kühlgelegenheiten. … und geriebene Mandeln sind meines Wissens gänzlich schokoladenfrei.

Wie auch immer, solltet ihr also wissen wollen, wann in Süditalien der Sommer beginnt, würde ich zurückgeben: „Am 19. Juni.“ Denn, wenn es im Sommer keine Schokolade mehr gibt, dann muss er gestern angefangen haben.  Und sollte noch jemand vor September etwas Mandelmehl brauchen, hätte ich da noch ca. 300g übrig. Die würde ich zum Beispiel gegen einen Karton Baci Perugina, Mars oder Überraschungseier eintauschen.

Mandeltorte mit Schokotropfen und Vanillebuttercreme

Zum Namenstag: Mandeltorte (sehr frei nach Emily) mit Schokotropfen, Vanillebuttercreme und Schokoladenüberzug

* „Haben wir nicht mehr! Kriegen wir nicht mehr.“

Im Wolfsmaul

Jedes Volk hat seine Eigenarten, wenn es jemandem gutes Gelingen wünscht: Wir Deutschen drücken oder halten die Daumen. Die Engländer halten die Finger für die betreffende Person gekreuzt. Vielleicht kennt ihr aus anderen Sprachen ähnliche Redensarten, dann lasst sie gern in einem Kommentar zurück.

In Italien hingegen wünscht man den anderen ins Wolfsmaul. „In bocca al lupo!“ heißt es, wenn eine schwierige Situation gemeistert werden muss. Woher diese Redensart kommt und warum man den Anderen gerade in den Rachen des Feindes wünscht, ist wie bei den meisten Redensarten schwer nachzuvollziehen. Was ich zunächst sehr merkwürdig bis unverständlich fand, erschien mir jedoch weniger eigenartig, als mir einfiel, dass wir im Deutschen die Art und Weise, jemandem genau das Gegenteil von dem zu wünschen, das eintreten soll, ebenfalls kennen. Wenn wir beispielsweise „Hals- und Beinbruch“ sagen, heißt das noch lange nicht, dass wir unser Gegenüber im Gips oder gar Sarg wiedersehen wollen.

Am ehesten kann man sich also vorstellen, dass diese Redensart aus dem Jagdjargon kommt, möglicherweise auch aus dem Ambiente der Hirten, für die der Wolf sicherlich eine der größten Bedrohungen darstellte, und genau das Gegenteil von dem ausdrücken sollte, was es wörtlich bedeutet.

In bocca al lupo“ – sagt also der Italiener, wenn er jemandem Erfolg wünschen möchte. Daraufhin sollte man aber keinesfalls mit „Danke!“ antworten. Die richtige Antwort lautet: „Crepi (il lupo)!“ und bedeutet wörtlich, dass der Wolf krepieren soll, und im übertragenen Sinn, dass man die Oberhand über die schwierige Situation behalten wird.

Soweit mein kleiner Exkurs in die Eigenheiten der italienischen Sprache und für all eure heutigen Vorhaben: In bocca al lupo!

Tödlicher Wein – Sommerlektüre und Urlaubsgefühle

Vino mortale

Kirsten Wulf: Vino mortale: Ein Apulien-Krimi, Kiwi, 2015, S. 368

Seitdem ich vor ein paar Monaten auf der Internetseite der in Genua lebenden, deutschen Journalistin und Autorin Kirsten Wulf gelesen hatte, dass sie hart daran arbeite, ihren dritten Apulienkrimi bis Juni 2015 zum Abschluss zu bringen, stellte sich bei mir Vorfreude auf den Sommer ein: 30 Grad, ein Liegestuhl unter dem Sonnenschirm auf meiner Terrasse und ein spannendes Buch in der Hand. Endlich wieder mit der Fotojournalistin Elena und Commissario Cozzoli durch die engen, staubigen Straßen des Salento bei Lecce streifen, wo sich bereits seit dem ersten Band „Aller Anfang ist Apulien“ (2013) immer wieder dunkle Abgründe hinter aller Freundlichkeit, Unbeschwertheit und scheinbar naiven Provinzialität auftun.

Seit gestern steht „Vino Mortale“ nun in den Buchläden und ich habe mein etwas früher eingetroffenes Rezensionsexemplar auch extra langsam gelesen, viele Wasser- und Eiscremepausen gemacht sowie – fast passend zum Roman – meinen Weintrauben beim Wachsen zugesehen, aber trotzdem ist mein Apulienkrimisommer nach drei Tagen schon wieder vorbei. Ich weiß nicht, ob sie das hier lesen wird, aber vielleicht kann ich sie an anderer Stelle das Gleiche noch einmal fragen bzw. bitten: Liebe Kirsten Wulf, kannst du nicht dickere Bücher schreiben, per piacere!?!

Tatsächlich ist der neue Roman noch gelungener als seine beiden Vorgänger und aus diesem Grund war es ein doppelter Genuss, mit ihm eine Weile aus dem Alltag abtauchen zu können. Die Krimihandlung ist deutlich in den Vordergrund getreten, weshalb der bärbeißige, doch anhängliche Kommissar aus Rom (der meiner Meinung nach charakterlich vielschichtigste und deshalb interessanteste Protagonist) in diesem Roman einen größeren Raum bekommen hat. Ohne lange zu fackeln, geschehen nämlich gleich zwei brutale Morde, die auf den ersten und zweiten Blick nichts miteinander zu tun haben, aber im Zuge ihrer Aufklärung schließlich in einen spannenden, völlig unerwarteten Zusammenhang gebracht werden. Als treuer Leser bangt man dieses Mal besonders mit, geht es doch nicht einfach nur darum, die kriminalistische Lösung zu finden, sondern auch darum, Elenas liebenswert-chaotischen Onkel Gigi herauszuhauen, auf den allen Unglaubens zum Trotz fast bis zuletzt der Hauptverdacht für den Mord an einem überheblichen, französischen Weinexperten fällt. Dabei stehen in „Vino mortale“ der Weinanbau in Apulien oder Weine aus Apulien und deren Wert in den  Augen der Fachwelt nur scheinbar im Vordergrund.

Trotzdem wäre es sehr empfehlenswert, bei der Lektüre des Romans eine Flasche Wein – natürlich aus dem Salento – in Reichweite zu haben, denn die Autorin hat sehr sorgfältig Traubensorten und die daraus gekelterten Weine recherchiert. Da die im Roman verkosteten Tropfen auch immer wieder beschrieben werden, entsteht fast zwangsläufig große Lust darauf, den Lesegenuss mit Weingenuss zu verbinden.

Ich kann meinen geneigten Bloglesern diesen Roman also nur wärmstens als Sommerlektüre ans Herz legen, besonders wenn ihr gerade keine Möglichkeit habt, in einen Flieger zu steigen, um unter apulischen Olivenbäumen zu urlauben. Für mich persönlich ist der Roman auch wunderbar, weil anhand der Serie sichtbar wird, wie ein Schriftsteller mit jedem Buch wächst, handwerklich immer besser wird und auch seinen Charakteren zu mehr und mehr Lebendigkeit verhilft. Also von mir aus könnte es gleich Sommer 2016 werden, denn der Schluss des Romans lässt deutlich auf eine Fortsetzung hoffen.

Mehr von Kirsten Wulf auf „meinapulien“

Buchbesprechung: „Aller Anfang ist Apulien“ (2012)

Buchbesprechung: „Tanz der Tarantel“ (2014)

Interview mit Kirsten Wulf aus dem Jahr 2015

Spätfrühling auf der Terrasse 2 – Die Früchte der Arbeit

Wein

Wein auf der Terrasse – ein neues Experiment

Gina kontrolliert, ob die Tomate wächst.

Gina kontrolliert, ob die Tomate wächst.

Die Überschrift ist jetzt eher nicht metaphorisch gemeint, kann aber durchaus so verstanden werden. Manchmal fühlt man sich auch auf einer Terrasse wie die sprichwörtlichen Schatzsucher im Weinberg; besonders wenn man sich dann auch noch einen Weinstock anschafft. Nach dem letzten Beitrag über Blühendes heute also der zweite Teil der aktuellen Terrassenbegehung mit einer kleinen Auswahl dessen, was Früchte trägt oder tragen wird.

Olivenbaumblüten

Der Olivenbaum hat reich geblüht. Mal sehen, ob er auch Früchte tragen wird.

Birnbaum

Der Birnbaum trägt in diesem Jahr mehr als drei Früchte.

eine Kirsche

Beim neu gepflanzten Kirschbaum hat es genau für eine Kirsche gereicht.

Aprikose mit Rukola

Die Aprikose mit ihrem Unterwuchs von Rukola hängt voll.

Insekt am Rukola

Und das ist der Grund dafür: Die leuchtend gelben Rukolablüten locken Bienen an.

 



 

 

 

 

sich biegender Ast

Die Zweige des Aprikosenbaums biegen sich unter ihrer Last.

 

Feigenbaum

Feigenbaum Federico lässt sich nicht lumpen. Er hat bereits die ersten Früchte, Fioroni genannt, wachsen lassen und nun auch Feigen (fichi) angesetzt.

Kaktusfeigenblueten

Die Früchte der Kaktusfeigen schmücken sich jetzt mit gelben Blüten.

 

Spätfrühling auf der Terrasse 1 – Was blüht?

Es ist Frühling und die Tagen mit warmem, sonnigem Wetter überwiegen wieder in Apulien. Das erkennt man vor allem daran, dass unsere Katze Gina weniger Zeit in der Wohnung und mehr Zeit mit dem Herumliegen, dem sich Herumwälzen und dem Jagen von Insekten auf der Terrasse verbringt.

Frühstücksecke

Frühstücksecke im Schatten

Italienisches Frühstück in einer Keramiktasse mit typisch apulischem Dekor.

Italienisches Frühstück in einer Keramiktasse mit typisch apulischem Dekor von Anna Trani aus Grottaglie.

Das ist die Zeit, in der es überall blüht und die Obstbäume bereits an der neuen Ernte arbeiten. Deshalb heute ein paar farbenfrohe Impressionen aus Terrassien. Den Anfang macht meine Frühstücksecke. Das ist der Bereich, der am längsten Schatten hat. Dort genieße ich die morgendliche Tasse Milch mit Kaffee und zwei Keksen zum Eintunken – ein typisch süditalienisches Frühstück, von dem ich noch vor drei Jahren nicht gedacht hätte, dass es mal mein Bedürfnis nach einem deutschen Frühstück ablösen würde.

Fotocollage KopieVon dort aus schaue ich auf meine aktuelle Kollektion von Oleander. Seit ich weiß, dass man Oleander ganz leicht vermehren kann, indem man Stecklinge abschneidet und sie zum Wurzeln nur ins Wasser stellen muss, ist kein wild herumstehender Oleander mehr vor mir sicher. Wenn mir einer gefällt, wandert ein Zweig mit nach Hause.

Die Baumarktrosen gedeihen weiterhin prächtig und blühen immer in Schüben. In diesem Jahr hat sich auch noch ein wenig Lavendel in den Rosenbereich verirrt.

KaktusfeigeneckeEine andere Terras-senecke habe ich mit Kakteen und kakteenartigen Pflanzen bestückt. Sie sind pflegearm und beeindrucken trotzdem durch farbenfrohe Blüten. Dazu kommen die Kaktusfeigen, die auch in diesem Jahr schon wieder einige Früchte angesetzt haben und manchmal hängt Blühendes auch einfach nur so herum.

HängeampelKakteen und DekoKakteensammlungKaktusfeigen mit Fruchtansatz

blühende Kakteen