Archiv der Kategorie: Apulien im Bücherregal

Eine Nacht in Bari – Stadtführung mit Gianrico Carofiglio

eine-nacht-in-bari-coverMan nennt ihn den „italienischen Grisham“, denn tatsächlich ist er wie besagter amerikanischer Schriftsteller mit Gerichtskrimis auf dem literarischen Parkett bekannt und erfolgreich geworden. Aber er hat sich auch als Politiker einen Namen gemacht. Unter anderem war der Autor, um dessen Erzählung „Eine Nacht in Bari“ es in diesem Beitrag gehen soll, Mitglied der italienischen Antimafiakommission und Senator. Die Rede ist von Gianrico Carofiglio, der mit seiner Frau und zwei Kindern in Bari lebt.

Das Schreiben wurde ihm von seiner Mutter, die selbst eine angesehene Autorin war, praktisch in die Wiege gelegt, doch publizierte er seinen ersten Roman „Reise in die Nacht. Ein Fall für Avvocato Guerrieri“ (orig. „Testimone Inconsapevole“, Sellerio) erst 2002 mit über 40 Jahren. Seitdem jedoch erschienen 12 Romane, mehrere Erzählungen, Essays und sogar eine Graphic Novel, die er zusammen mit seinem Bruder umgesetzt hat, und zeigen, seine ungebremste Leidenschaft für das geschriebene Wort.

Ein Schriftsteller aus Apulien passt natürlich zu mir und meinem Blog wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Aber glücklicherweise wissen meine Freunde, dass ich persönlich mit Gerichtskrimis nicht so viel anfangen kann. Daher bekam ich zu Weihnachten Carofiglios Erzählung „Eine Nacht in Bari“, die 2010 bei Goldmann erschienen ist, geschenkt. Und, obwohl ich sagen muss, dass ein Buch über eine Nacht, in der drei teilweise recht sentimentale Männer im fortgeschrittenen Alter, sich noch einmal gegen ihr Erwachsenendasein aufzulehnen versuchen, sich nicht gerade nach einem Lesevergnügen anhört, konnte ich mich dem leisen Zauber der Erzählung nicht entziehen. Gemeinsam mit dem Ich-Erzähler und seinen beiden Schul- und Studienfreunden Giampiero und Paolo taucht man ein in Apuliens Provinzhauptstadt mit ihrer Esskultur, ihrer typischen Topografie und der Verteilung der sozialen Klassen. Auf den Spuren ihrer Erinnerungen verschmelzen dieselben mit der Gegenwart und zeigen ein Bari irgendwo zwischen einem verlorenen Traum in lauer Sommernacht und nüchterner Realität.

Wer Bari kennt, kann den Weg der Freunde, zwischen denen so viel Unausgesprochenes liegt, das dem Erzähler klar ist, dass dieses Wiedersehen zugleich auch das Ende ihrer in 20 Jahren schon fast eingeschlafenen Freundschaft ist, nachverfolgen. Über das Zentrum und das Messegelände führt dieser Weg hinaus bis zum Flughafen nach Palese. Wer möchte, kann sogar einige Reisetipps und touristisch wichtige Informationen z.B. über die Bedeutung des Heiligen Nikolaus für Bari aus dem Buch mitnehmen. Bei den Kapiteln über den Hund Randy des Ich-Erzählers hingegen musste ich sogar vernehmlich lachen. Die Erzählung hat von allem ein bisschen: Nostalgie, feinsinnigen Humor, leise Spannung, kunstvoll eingewobene historische Hintergründe und sehr persönlich anmutende Geschichten. Sicher spiegelt sich auch ein Teil der Biografie des Autors darin wider. Doch über allem schweben eine traurige Gewissenheit, dass sowohl in Bari als auch zwischen den Freunden bis auf eine duftende Focaccia nichts mehr so ist, wie es war, und gleichzeitig die Erleichterung darüber, dass das Leben mit der aufgehenden Sonne weitergeht.

Wer Süditalien und besonders Bari und seiner Bewohner verstehen will, der sollte diese in schlichte Worte gefasste Erzählung unbedingt lesen. Nur eines müsste der Goldmann Verlag bei der zweiten Ausgabe überdenken: Das Titelbild zeigt eine der bekanntesten Straßen der Altstadt von Alberobello mit ihren typischen Trulli-Häuschen. Dabei muss Bari, seine eigene Altstadt, die des Nachts genauso mystisch anmutet, nicht verstecken.

Mein Apulien – Dein Apulien: Die Autorin Kirsten Wulf über ihr Verhältnis zu Apulien und das Schreiben von Apulienkrimis

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Kirsten Wulf

Die deutsche Journalistin und Autorin Kirsten Wulf lebt und arbeitet nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Lecce, Apulien, seit einigen Jahren in Genua. Im Juni dieses Jahres ist ihr dritter Apulienkrimi „Vino Mortale“ im Kiwi-Verlag erschienen. Ich freue mich sehr, dass sie sich bereit erklärt hat, mir für einen Beitrag auf meinem Blog „ein paar Fragen“ zu beantworten. Obwohl es am Ende überraschend viele Fragen geworden sind, hat sie sich dennoch nicht abschrecken lassen, über ihr Verhältnis zu Apulien und ihr Dasein als Autorin zu plaudern.

Corinna: Kirsten, mein Blog nennt sich „MeinApulien“. Auch dich hat es eher ungeplant aufgrund des Jobs deines Mannes nach Lecce verschlagen. Sprechen wir also über „dein Apulien“. Wie war es für dich, in Apulien anzukommen? Wie hat sich in den sieben Jahren dein Verhältnis zu der kleinen Stadt Lecce entwickelt. Woran erinnerst du dich am liebsten zurück? Was in Apulien kannst du meinen Bloglesern ganz besonders ans Herz legen?

Kirsten: Wir sind im Winter angekommen, im Regen. Mit zwei kleinen Kindern am Ende von Italien und Italienisch fast null. Auch Lecce kann sehr kalt und finster sein. Der einzige Lichtblick war unsere frisch renovierte Wohnung in einem barocken Palazzo in der Altstadt von Lecce und der Weinhändler um die Ecke. Mein Apulien, das ist ja vor allem der südliche Zipfel, also Lecce und der Salento, der Stiefelabsatz. Wenn man erstmal in Lecce angekommen ist, dreht man sich nicht mehr um, guckt nur noch nach Süden, also 60 km weiter bis nach Santa Maria de Leuca, da endet das Land. Man fühlt sich, als ob es kein Norden gäbe. Ein Lebensgefühl wie auf einer Insel. Das war sehr schön, als es endlich Frühling wurde und so lange die Kinder klein waren, aber irgendwann rief uns die weite Welt. Genua, wo wir jetzt leben, ist ein guter Kompromiss zwischen italienischer Provinz und städtischem Leben.

Corinna: Wann ist dir die Idee für deinen ersten Krimi gekommen und wie lange hat es gedauert, diese Idee zu deinem fertigen Roman „Aller Anfang ist Apulien“ zu entwickeln?

Aller Anfang ist Apulien

Kirsten Wulf: Aller Anfang ist Apulien, Kiwi, 2013

Kirsten: Die allererste Idee kam schon im ersten Winter, ich war dort unten mit den kleinen Jungs doch sehr gebunden, jede journalistische Recherche bedeutete ja erstmal eine Tagesreise – Italien ist wirklich sehr sehr lang. Also, begann ich mich einzuleben in der Provinz, italienisch zu lernen und die lokale Zeitung zu studieren und da lagen dann bald die Geschichten und Szenen wahrhaftig auf der Straße. Was am Ende in „Aller Anfang ist Apulien“ herausgekommen ist, ist allerdings eine Geschichte, die ich immer wieder weggelegt und wieder heraus gekramt und wieder verändert habe und erst als wir nach Genua umgezogen waren, habe ich das Buch tatsächlich geschrieben. Das angefangene Rohmanuskript hätte ich beim Umzug fast mit entrümpelt, aber dann dachte ich: jetzt oder nie, letzte Chance. Und tatsächlich, ein halbes Jahr später gab es einen letzten Satz.

Corinna: Auf deinem Blog war zu lesen, dass du dich vor allem in der Endphase von „Vino mortale“ mehr mit Commissario Cozzoli als mit deinem Mann verheiratet fühltest. Nach nunmehr drei Apulienkrimis mit dem Commissario, Elena, Onkel Gigi und Co. kennst du deine Figuren sehr gut und du hast in einem Interview in der Tessiner Zeitung auch schon dargestellt, wie die Personen im Roman plötzlich ein Eigenleben entwickeln. Gab es aber auch Momente in deinem Leben, in denen die Fiktion in die Realität übergetreten ist? Welche dieser Figuren „beeinflussen“ dein wirkliches Leben am meisten? Unabhängig davon: Mit welcher Figur kannst du dich am ehesten identifizieren?

Kirsten: Wenn man sich in Italien etwas Kriminelles ausdenkt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Realität die Fiktion einholt sehr groß. Also, als ich zum Beispiel über die Feste der lokalen Unternehmer und politischen Strippenzieher mit Zwangsprostituieren in „Aller Anfang ist Apulien“ schrieb, gab es die Bunga Bunga-Geschichten von Berlusconi noch gar nicht.

Meine Personen haben fast alle irgendetwas von mir, aber sie sind auch viele andere, haben Eigenschaften, die ich bei anderen erlebt habe oder die ich mir vorstellen, nachfühlen kann. Und dann ist es wirklich so, dass sie ein Eigenleben entwickeln, während des Schreibens Dinge sagen, die ich manchmal nicht verstehe oder die erst 50 Seiten später Sinn machen. Und manchmal tauchen Personen auch einfach auf, so wie die drei Alten in der Masseria in „Vino mortale“. Die saßen da plötzlich unter dem Olivenbaum und palaverten und ich habe mich sofort in sie verliebt. Also dachte ich, gut, dann werden wir für euch eine Rolle finden. Ich.

Corinna: Das ist jetzt sicherlich eine schwer zu beantwortenden Frage, denn ich könnte mir vorstellen, dass für eine Schreibende alle Romane wie Kinder sind und man keines zurücksetzen möchte. Doch alle drei Romane behandeln neben den persönlichen Befindlichkeiten der Protagonisten ganz unterschiedliche, sehr ernsthafte Themen; angefangen mit illegaler Einwanderung und Prostitution über Aberglauben und Tradition bis hin zur Müllmafia in Süditalien. Welcher von den drei Romanen „Aller Anfang ist Apulien“, Tanz der Tarantel und Vino mortale ist aus dieser Sicht dein persönlicher Favorit und warum?

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Kirsten Wulf: Tanz der Tarantel, Kiwi, 2014

Kirsten: Gemeine Frage, aber wie mit Kindern, jedes ist anders. Also vielleicht so: „Aller Anfang ist Apulien“ markiert ja tatsächlich einen Neuanfang auch für mich persönlich. Allein deshalb: große Liebe, aber schon erwachsen. Das Buch meines Herzens, das ich schon liebte, bevor ich es geschrieben habe, ist der „Tanz der Tarantel“. Diese Geschichte habe ich bereits mit mir herumgetragen, als noch nicht ahnte, dass ich mal in Italien leben würde. In dem Buch geht es ja (auch) um die ‚Macht der Musik’, was Musik mit uns macht, wie sie uns im Herzen trifft, uns bewegt. Bei einigen Liedern heulen wir los oder werden euphorisch, erinnern uns an den ersten Kuss oder eine besondere Zeit im Leben, und wir haben keine Kontrolle darüber, dass diese Gefühle oder Erinnerungen auftauchen. Die salentinische Pizzica mit all ihren Geschichten und Mythen ist dafür ein wundervolles, bewegendes Beispiel.

Gut, und der ‚Vino mortale’, der ist mir mit der Zeit ans Herz gewachsen, wie ein Freund, den man mit der Zeit immer besser kennen- und lieben lernt.

Corinna: Ich habe in einem anderen Blogbeitrag  bereits angekündigt, dass ich dich das fragen würde, wenn ich die Gelegenheit bekäme: „Kannst du nicht dickere Romane schreiben?“ Formulieren wir den damaligen, gepeinigten Ausruf so um: Wie planst du den Aufbau deiner Romane? Könntest du auch sagen, der nächste Roman wird auf 900 Seiten angelegt oder hat der Verlag da auch ein Wörtchen mitzureden?

Kirsten: Klar, könnte ich dickere Bücher schreiben, aber das muss der Stoff ja auch hergeben. Wie viele Seiten es genau werden, kann ich vorher so ganz genau nicht sagen, eine Geschichte entwickelt sich weiter, während sie aufgeschrieben wird. Ich entwickele zunächst ein Expose für den Verlag, aber auch für mich, damit ich die Hauptpersonen, Handlungsebenen und -verlauf halbwegs klar sehe. Auf dieser Basis kann man abschätzen, ob das ein Taschenbuch mit 300-350 Seiten oder ein Wälzer wird.

Corinna: Da ich gelesen habe, dass du seit Juli schon wieder an einem neuen Roman arbeitest, interessiert mich natürlich auch dein neues Projekt. Womit wirst du dich beschäftigen und wie bist du darauf gekommen? Aber vor allem – du arbeitest auch freiberuflich für deutsche Journale wie die „Brigitte“. Du hast einen Mann, zwei Kinder, das zum Dolce Vita verführende Italien um dich herum: wie bringst du trotzdem die Disziplin auf, regelmäßig zu schreiben und dich so kurze Zeit nach dem letzten Buch schon wieder an ein neues zu setzen?

Vino mortale

Kirsten Wulf: Vino Mortale, Kiwi, 2015

Kirsten: Zwischen Manuskriptabgabe und Erscheinen eines Buches liegen ja in der Regel mindestens sechs Monate. Wenn ich also im Juli mit dem nächsten Buch starte, dann habe ich mich von den Nachtschichten im Januar und dem Lektorat erholt, lebe wieder im Tag-Rhythmus und habe den Kopf ausgelüftet. Im Juli war ich auch erstmal nur in Portugal und habe Schauplätze für das nächste Buch angeschaut – der Commissario wird sich nämlich ein Jahr ausruhen, eine andere Geschichte hat sich vorgedrängelt. Ein richtiger Roman, ohne Leiche – bislang ist zumindest keine vorgesehen.

Tja, und der Mann, die beiden Jungs, das Dolce Vita – am Anfang des Buches ruckelt die Schreibmaschinerie noch, der Verführungen sind ja so viele viele, dann tauche ich langsam ab, werde schrulliger und am Ende ist die ganze Familie mangelernährt … Bücher schreiben funktioniert, bei mir zumindest, erst, seitdem meine Kinder etwas älter sind, morgens alleine aufstehen und zur Schule traben, sich auch mal selbst einen Topf Pasta kochen und ausserdem gibt ja einen Vater dazu, der bei uns zuhause der „Wäsche-Verantwortliche“ ist. Wenn morgens keine sauberen Socken mehr im Schrank, kann ich also entspannt murmeln: „Frag deinen Vater …“ Ansonsten, mühe auch ich mich mit der Disziplin, habe tägliche Schreibzeiten, verlasse möglichst einmal am Tag das Haus, laufen, Tai Chi, schwimmen, Fahrrad fahren – kurz: in Bewegung bleiben, so lange die Beine noch laufen, läuft’s auch im Kopf leichter.

Corinna: Liebe Kirsten, ich danke dir ganz herzlich dafür, dass du dir die Zeit genommen hast, um mit mir über deine Romane und Apulien zu plauschen. Ich wünsche dir allzeit zahlreiche Leser, sowie für deine zukünftigen Projekte alles Gute und viel Erfolg!

Tödlicher Wein – Sommerlektüre und Urlaubsgefühle

Vino mortale

Kirsten Wulf: Vino mortale: Ein Apulien-Krimi, Kiwi, 2015, S. 368

Seitdem ich vor ein paar Monaten auf der Internetseite der in Genua lebenden, deutschen Journalistin und Autorin Kirsten Wulf gelesen hatte, dass sie hart daran arbeite, ihren dritten Apulienkrimi bis Juni 2015 zum Abschluss zu bringen, stellte sich bei mir Vorfreude auf den Sommer ein: 30 Grad, ein Liegestuhl unter dem Sonnenschirm auf meiner Terrasse und ein spannendes Buch in der Hand. Endlich wieder mit der Fotojournalistin Elena und Commissario Cozzoli durch die engen, staubigen Straßen des Salento bei Lecce streifen, wo sich bereits seit dem ersten Band „Aller Anfang ist Apulien“ (2013) immer wieder dunkle Abgründe hinter aller Freundlichkeit, Unbeschwertheit und scheinbar naiven Provinzialität auftun.

Seit gestern steht „Vino Mortale“ nun in den Buchläden und ich habe mein etwas früher eingetroffenes Rezensionsexemplar auch extra langsam gelesen, viele Wasser- und Eiscremepausen gemacht sowie – fast passend zum Roman – meinen Weintrauben beim Wachsen zugesehen, aber trotzdem ist mein Apulienkrimisommer nach drei Tagen schon wieder vorbei. Ich weiß nicht, ob sie das hier lesen wird, aber vielleicht kann ich sie an anderer Stelle das Gleiche noch einmal fragen bzw. bitten: Liebe Kirsten Wulf, kannst du nicht dickere Bücher schreiben, per piacere!?!

Tatsächlich ist der neue Roman noch gelungener als seine beiden Vorgänger und aus diesem Grund war es ein doppelter Genuss, mit ihm eine Weile aus dem Alltag abtauchen zu können. Die Krimihandlung ist deutlich in den Vordergrund getreten, weshalb der bärbeißige, doch anhängliche Kommissar aus Rom (der meiner Meinung nach charakterlich vielschichtigste und deshalb interessanteste Protagonist) in diesem Roman einen größeren Raum bekommen hat. Ohne lange zu fackeln, geschehen nämlich gleich zwei brutale Morde, die auf den ersten und zweiten Blick nichts miteinander zu tun haben, aber im Zuge ihrer Aufklärung schließlich in einen spannenden, völlig unerwarteten Zusammenhang gebracht werden. Als treuer Leser bangt man dieses Mal besonders mit, geht es doch nicht einfach nur darum, die kriminalistische Lösung zu finden, sondern auch darum, Elenas liebenswert-chaotischen Onkel Gigi herauszuhauen, auf den allen Unglaubens zum Trotz fast bis zuletzt der Hauptverdacht für den Mord an einem überheblichen, französischen Weinexperten fällt. Dabei stehen in „Vino mortale“ der Weinanbau in Apulien oder Weine aus Apulien und deren Wert in den  Augen der Fachwelt nur scheinbar im Vordergrund.

Trotzdem wäre es sehr empfehlenswert, bei der Lektüre des Romans eine Flasche Wein – natürlich aus dem Salento – in Reichweite zu haben, denn die Autorin hat sehr sorgfältig Traubensorten und die daraus gekelterten Weine recherchiert. Da die im Roman verkosteten Tropfen auch immer wieder beschrieben werden, entsteht fast zwangsläufig große Lust darauf, den Lesegenuss mit Weingenuss zu verbinden.

Ich kann meinen geneigten Bloglesern diesen Roman also nur wärmstens als Sommerlektüre ans Herz legen, besonders wenn ihr gerade keine Möglichkeit habt, in einen Flieger zu steigen, um unter apulischen Olivenbäumen zu urlauben. Für mich persönlich ist der Roman auch wunderbar, weil anhand der Serie sichtbar wird, wie ein Schriftsteller mit jedem Buch wächst, handwerklich immer besser wird und auch seinen Charakteren zu mehr und mehr Lebendigkeit verhilft. Also von mir aus könnte es gleich Sommer 2016 werden, denn der Schluss des Romans lässt deutlich auf eine Fortsetzung hoffen.

Mehr von Kirsten Wulf auf „meinapulien“

Buchbesprechung: „Aller Anfang ist Apulien“ (2012)

Buchbesprechung: „Tanz der Tarantel“ (2014)

Interview mit Kirsten Wulf aus dem Jahr 2015

Gastbeitrag: Friedrich II. – Das Staunen der Welt

Ich freue mich sehr darüber, dass mir Britta von Rome and Home als promovierte Historikerin heute dabei unter die Arme greift, euch einen wichtigen oder vielleicht sogar DEN wichtigsten Menschen der apulischen Geschichte näher zu bringen. Als Besucher meiner Wahlheimat stolpert man nämlich immer wieder über seinen Namen und kommt natürlich auch nicht umhin, mindestens eines seiner Kastelle zu bewundern. Die Rede ist von Friedrich 2., dem Stauferkaiser.

Doch, wenn man beginnt, sich näher mit ihm zu beschäftigen, wird man von der Fülle des Materials und der Informationen förmlich erschlagen. Von daher bin ich sehr froh, dass Britta diesen Beitrag übernommen und einen kurzweiligen, informativen Einstieg in das Leben dieses interessanten Menschen geschrieben und illustriert hat.

Und mit dieser Vorrede sowie einem herzlichen Dankeschön übergebe ich das Wort an meine Gastautorin Dr. Britta Kägler. Viel Spaß beim Lesen!

Ein Staufer in Apulien? – Friedrich II. oder: das Chint von Pülle!

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Rückseite der 1 Cent-Münze

Haben Sie die italienische 1 Cent-Münze schon einmal in der Hand gehabt? Bestimmt! Zu sehen ist eines der faszinierendsten Bauwerke des Mittelalters: das Castel del Monte. Der Grundriss dieser wehrhaften Burg zeigt ein ideales Achteck. An den Ecken des Oktogons ragen jeweils achteckige Türme in den Himmel. Zwei Seiten eines solchen Turms fallen mit den Seiten des großen Achtecks zusammen. Ich bin mir sicher, dass jedes italienische Kind in Puglia im Mathe-Unterricht schon mal die Fläche von Castel del Monte berechnen musste. Aber auch in Geschichte bietet der rätselhafte Bau jede Menge spannende Fragen und nicht unbedingt auf jede Frage eine Antwort… Die perfekte Vorbereitung für einen Ausflug zum Castel del Monte hat Corinna ja schon gegeben.

Für mich war Castel del Monte der erste Kontakt mit Kaiser Friedrich II. in Italien.

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Imposante Erscheinung – Castel del Monte

Klar, ich habe Geschichte studiert und ich beschäftige mich viel mit dem Mittelalter und mit (Süd)Italien sowieso. Aber trotzdem war mir Friedrich II. vorher nicht wirklich begegnet… Erst eine Reise nach Apulien zeigte mir wie präsent Friedrich II. gerade dort immer noch ist.

Wer war dieser Friedrich, der in Italien bekannter zu sein scheint als in Deutschland?

Er gehörte zur Dynastie der Staufer, deren Stammburg – die Burg Hohenstaufen – in der Schwäbischen Alb bei Göppingen lag. Das schwäbische Adelsgeschlecht hat so berühmte römisch-deutsche Könige und Kaiser wie Barbarossa (Friedrichs Opa), Heinrich VI. (Friedrichs Vater) und eben Friedrich II. hervorgebracht, den „stupor mundi“! – Der was? Der Reihe nach: Weshalb schlägt man so viele Bücher über Friedrich auf und liest, er sei das „chint aus pülle“ gewesen? Chint = Kind und Pülle = Apulien! Friedrich aus Apulien? Ja, genau! Denn Friedrich wurde im Dezember 1194 in Jesi geboren, das damals zum Königreich Sizilien gehörte. Die Umstände kann man sich filmreifer kaum vorstellen: Sein Vater hatte 1194 ein nicht unbeträchtliches Lösegeld für Richard Löwenherz herausgeschlagen (das ist eine andere Geschichte!). Mit diesem Geld ließ sich ein Feldzug gegen Sizilien eröffnen und tatsächlich zog Heinrich VI. am 20. November siegreich in Palermo ein. Am ersten Weihnachtstag wurde er dann im Dom zum König von Sizilien gekrönt. Und nur einen Tag später brachte Heinrichs Frau seinen einzigen Sohn zur Welt: Friedrich! Dass der Kleine öffentlich in einem Zelt vor der Kirche geboren wurde, ist übrigens eher eine Legende aus späterer Zeit…

Sizilien war in der damaligen Zeit ein Zentrum von Wissenschaft und Kultur! Ein bekannter Kulturhistoriker – Jakob Burckhardt – bezeichnete Friedrich II. einmal als den ersten modernen Menschen auf dem Kaiserthron. Das mag daran liegen, dass Friedrich in einer höfischen Gesellschaft aufwachsen konnte, die zukunftsweisenden Ideen offen gegenüberstand. Er lernte mehrere Sprachen, förderte später Wissenschaftler und zeigte z.B. sein Leben lang Interesse am Islam; was ihn für die heutige Geschichtsforschung ziemlich interessant macht. Einflüsse, Bauten und Ideen von Arabern, Normannen und Staufern mischten sich im Königreich Sizilien wie vielleicht nirgendwo sonst in dieser Dichte.

Als 17jähriger wurde Friedrich zum deutschen König gewählt. Ungefähr acht Jahre hielt sich der apulische junge Mann im Deutschen Reich auf. Damals zog der Kaiser mit seinem Hofstaat von Pfalz zu Pfalz, von Burg zu Burg, um mit dieser „Reiseherrschaft“ möglichst in seinem ganzen Territorium präsent zu sein. Aber von 39 Regierungsjahren war Friedrich 28 in Italien. Dort lag – für ihn – der Kern seines Reichs. Er schuf eine funktionierende Verwaltung, förderte den Handel zwischen dem christlich-abendländischen und dem arabischen Kulturkreis, er holte Wissenschaftler und Künstler an seinen Hof. Burgen, Paläste und Kirchen entstanden in Altamura, Brindisi, Catania, Gioa del Colle, Lucera, Maniace, Milazzo, Oria und nicht zuletzt eben das bereits erwähnte Castel del Monte. Vielleicht haben auch diese beeindruckenden Bauten zu seinem Beinamen „stupor mundi“ geführt: Friedrich wurde von Zeitgenossen als das Staunen der Welt bezeichnet.

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Castel del Monte – Innenhof

Wer Lust bekommen hat, sich ein bisschen intensiver mit Friedrich II. zu beschäftigen, dem möchte ich gern ein paar Bücher empfehlen:

weiterführende Literatur:

Horst Stern: Mann aus Apulien: Die privaten Papiere des italienischen Staufers Friedrich II., römisch-deutscher Kaiser, König von Sizilien und Jerusalem, Erster nach Gott, über die wahre Natur der Menschen und der Tiere, geschrieben 1245-1250, München 1986.

Ernst Kantorowicz: Kaiser Friedrich der Zweite. [Erstausgabe 1927] – Das Buch ist wissenschaftlich nicht mehr auf dem aktuellen Stand, aber es gilt als Meilenstein der Friedrich-Publikationen und Bestseller. Immer noch lesenswert!

Hubert Houben: Kaiser Friedrich II. (1194–1250). Herrscher, Mensch, Mythos. Stuttgart 2008.

Olaf B. Rader: Friedrich der Zweite. Der Sizilianer auf dem Kaiserthron. München 2010.

Knut Görich: Die Staufer. Herrscher und Reich. München 2006.

Oder einfach ‚mal ein Blick ins Detail:

Martina Giese: Die Tierhaltung am Hof Friedrichs II. Zwischen Tradition und Innovation, in: Knut Görich u.a. (Hg.): Herrschaftsräume, Herrschaftspraxis und Kommunikation zur Zeit Kaiser Friedrichs II. München 2008, S. 121–171.

Sindy Schmiegel: Gerechtigkeitspflege und herrscherliche Sakralität unter Friedrich II. und Ludwig IX. Herrschaftsauffassungen des 13. Jahrhunderts im Vergleich 

Gastbeitrag geschrieben und illustriert von Dr. Britta Kägler: Rome and Home

Fauler Hund und Taranteltänze in Apulien

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Ein Wachhund beim Mittagsschläfchen im Hauseingang

Endlich Ferien! Endlich nur noch all das Schöne machen, was man sich extra für die freien Wochen im Jahr aufgehoben hat: Schlafen, Lesen, Grillen, Eisessen, Schlafen, Bauen, Streichen, Schlafen … auch mein Pflichtgefühl schläft so friedlich wie dieser Wachhund im Hauseingang.

tarantelPassend zur grassierenden Faulheit habe ich die perfekte Sommerlektüre gefunden: Kirsten Wulf hat sich endlich mit ihrem neuen Apulienkrimi „Tanz der Tarantel“ zurückgemeldet. Ein Wiedersehen mit Elena, die in Aller Anfang ist Apulien angesichts der Untreue ihres Ehemannes Hals über Kopf zu ihrem schwulen Onkel nach Lecce geflohen war. Ein Wiedersehen auch mit Commissario Cozzoli, dem brummigen Ermittler, den es aus dem Norden Italiens in den chaotischen Süden verschlagen hat. Ein Wiedersehen natürlich auch mit all den kleinen und großen Macken der Süditaliener und ein neuer spannender Fall, in den Elena während ihrer Arbeit als Fotojournalistin buchstäblich hinein stolpert.

Eigentlich könnte ich die 360 Seiten in einem Rutsch verschlingen, da man im Rhythmus der Pizzica, des traditionellen Tanzes des Salents, und den mit ihm verbundenen, geheimnisvollen Mythen sofort tief ins Geschehen hineingewirbelt wird. Ich darf also gar nicht so schnell lesen, wie ich möchte, damit das Vergnügen noch ein paar Tage vorhält.

Mehr von Kirsten Wulf auf „meinapulien“

Buchbesprechung: „Aller Anfang ist Apulien“ (2012)

Buchbesprechung: „Vino Mortale“ (2015)

Interview mit Kirsten Wulf aus dem Jahr 2015

Apulien ist en Vogue

Bevor ich am Wochenende über meine kriminelle Leidenschaft berichte, hier noch ein Hinweis, den mir meine ehemaligen Arbeitskollegen zukommen ließen, die sich jeden Tag fleißig durch Unmengen von Massenmedien graben.

“Italien ist schön, Apulien ist schöner“ – titelt nämlich die Aprilausgabe des Mode- und Lifestyle-Magazins Vogue, die gestern erschienen ist, und darin sieht es ganz so aus, als hätte sich die Journalistin Kiki Baron auf ihrer Fahrt durch Italiens Süden in die Gegend zwischen Gargano und Ostuni verliebt.

Sie berichtet von Traumstränden, der ungewöhnlichen Fischfangmethode vom Trabucco aus. Sie erzählt vom unverschämten Lotto-Glück der Bewohner der Stadt Peschici. Natürlich lässt sie auch die typischen Trulli-Häuschen nicht unerwähnt und Ostuni wird bei ihr zur „mittelalterlichen Märchenstadt“, in deren Nähe sie in einer Masseria den Tag ausklingen lässt.

Ein sympathischer Artikel mit sehr schönen Fotos aus dem apulischen Frühling!

Dunkle Abgründe hinter sonnigen Fassaden (Verlosung)

Deutsche und Apulien

Seit ich mich dauerhaft in Apulien niedergelassen habe, begegne ich immer wieder anderen Deutschen, die wie ich in einer engeren Beziehung zu dieser Region am Hacken des italienischen Stiefels stehen. Erst in der letzten Woche habe ich Nicole aus Deutschland kennengelernt, deren Ehemann tatsächlich aus Triggiano stammt, und schon vor einer ganzen Weile fand ich den Blog der Reisejournalistin Kirsten Wulf, die viele Jahre lang mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen etwa zwei Autostunden südliche der Provinzhauptstadt Bari in Lecce gelebt hat. Da sie mit drei kleinen Kindern nur bedingt ihrem Beruf nachgehen konnte, sammelte sie in dieser Zeit Ideen für ein Buch, das in Apulien spielen sollte. Im letzten Monat ist ihr Roman „Aller Anfang ist Apulien“ im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen und natürlich musste ich ihn unbedingt lesen.

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Aller Anfang ist Apulien

Kirsten Wulf: Aller Anfang ist Apulien, KIWI Taschenbuch, 2013, 320 Seiten, ISBN 3462044074, 8,99 Euro

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Dunkle Abgründe hinter sonnigen Fassaden

Ausgerechnet an ihrem 40. Geburtstag erfährt die ehemalige Abenteurerin und Fotoreporterin Elena von Eschenburg, dass ihr Mann sie mit seiner Sekretärin betrügt. Kurz entschlossen packt sie ihren Sohn und ein paar Koffer, um bei ihrem Onkel Gigi im süditalienischen Lecce sowohl Zuflucht als auch Abstand von ihrem Leben in Deutschland zu suchen. Zur gleichen Zeit folgt der 29jährige Maler Michele Rizzo einer geheimnisvollen Postkarte und den Spuren seiner Familiengeschichte nach Lecce, um den Bruder seiner Mutter zu finden, von dem er bis zu deren Tod keine Ahnung hatte. Auch er kommt bei Elenas Onkel Gigi unter. Schon glaubt man als erfahrenen Leser zu wissen, dass sich eine sommerleichte Liebesgeschichte mit den bekannten Irrtümern und einer abschließenden Versöhnung anbahnen wird. Doch damit liegt man bei Kirsten Wulfs Debütroman „Aller Anfang ist Apulien“ fast auf ganzer Linie daneben.

Statt dessen entführt die Autorin ihre Leser in ein mit großer Sorgfalt und Detailreichtum beschriebenes hinterwäldlerisches Kaff in Apulien, in dem nicht nur die Fassade der Altstadthäuer äußerst bröckelig ist. Onkel Gigi entpuppt sich als weltoffener Schwuler mit einer On-Off-Fernbeziehung zum Opernsänger Ettore. Er arbeitet als Antiquitätenhändler und lebt in der Gesellschaft von in die Jahre gekommenen Prostituierten in einer Hurengasse von Lecce, wo er einen alten Palazzo restauriert. „Elena seufzte. Sie würden also erst mal auf einer Baustelle mit reizenden alten Huren an einer historisch bedeutenden römischen Straße im Rotlichtviertel gegenüber vom Nonnenkloster campieren. Elena war sich nicht sicher, ob der Tausch mit einer langweiligen Doppelhaushälfte am Hamburger Stadtrand wirklich so gut gelungen war.“ Doch ihre Zweifel verlassen sie schnell, denn ihr Onkel Gigi und sein ungewöhnliches Leben sind erst der Anfang der spannenden Geschehnisse fernab aller Konventionen in diesem auf den ersten Blick ganz durchschnittlich erscheinenden süditalienischen Städtchen.

Das nigerianische Hausmädchen Blessing von Elenas Jugendfreundin Elisabetta, Tochter einer der alteingesessensten Lecceser Familien, bringt Elenas Journalistennase bald auf eine Spur, die zu wahren Abgründen von Verstellung, Menschenhandel, Zwangsprostitution und anderen kriminellen Machenschaften führt. Plötzlich befindet sich auch Commissario Cozzoli, welcher gerade erst wegen seines gefährlichen Kampfes gegen die Mafia aus Mailand ins vermeintlich ruhige Lecce versetzt wurde, erneut im Einsatz gegen weit verzweigte kriminelle Strukturen. Dagegen ist die Aufklärung des Vandalismus in der örtlichen Weihnachtskrippe Pillepalle. Selbst Michele bringt sich, seine neu entdeckte Familie und eine alten Freundin seiner Mutter mit der Suche nach seinen Wurzeln in Lebensgefahr.

Trotz der Fülle ernster Themen von scheiternden Beziehungen über die Suche nach den Wurzeln bis hin zum Umgang mit Immigranten in Europa ist „Aller Anfang ist Apulien“ ein witziges und fesselndes Buch, das man am liebsten in einem Rutsch durchlesen möchte. Dazu kommen eine unaufdringliche Liebesgeschichte, die unkomplizierte Sprache, die liebevoll gezeichneten Personen und eine Fülle an Details, mit denen man sich das verrückte Leben in Lecce und die Mentalität seiner Einwohner gut vorstellen kann. Man merkt deutlich, dass die Autorin aus ihrem persönlichen Erfahrungsschatz schöpft.

Wer Italien liebt, aber vor seinen Widersprüchen nicht die Augen verschließen will, der ist mit diesem Roman genau richtig beraten.

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Verlosung meines Rezensionsexemplars am 8. März

Da mir der Kiwi-Verlag den Roman freundlicherweise als Rezensionsexemplar für Buchwurm zur Verfügung gestellt hat und ich finde, dass sich das Buch unbedingt zu lesen lohnt, möchte ich mein äußerst pfleglich behandeltes Exemplar gern kostenlos an einen Bücherfreund oder eine Bücherfreundin weitergeben. Wer also jetzt Lust bekommen hat, „Aller Anfang ist Apulien“ von Kirsten Wulf zu lesen, der hinterlasse einfach einen Kommentar (siehe ganz, ganz unten „Kommentar verfassen“) und seine Email-Adresse, die standartmäßig nicht öffentlich angezeigt wird. Sollte es mehrere Interessenten geben, werde ich unter Ausschluss aller Rechtssicherheit am kommenden Freitag anlässlich des „Internationalen Frauentages“ eine Tombola veranstalten und den glücklichen Gewinner/ die glückliche Gewinnerin auslosen. Anschließend werde ich mich per Email bei der betreffenden Person melden, um deren Postadresse zu erfragen.

Viel Glück!

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Buchbesprechung: „Tanz der Tarantel“ (2014)

Buchbesprechung: „Vino Mortale“ (2015)

Interview mit Kirsten Wulf aus dem Jahr 2015